Politik Bürgermeister hat manchmal Schnauze voll

Seit Wochen werden die öffentlichen Toiletten im Mobilitätszentrum übel „versaut“.
Seit Wochen werden die öffentlichen Toiletten im Mobilitätszentrum übel „versaut“. © Foto: SV
Münsingen / Ulrike Bührer-Zöfel 15.12.2016

  In seiner Ansprache ging  der stellvertretende Bürgermeister Dr. Eberhard Rapp (SPD) zunächst auf die weltpolitische Lage ein, lobte Merkel und Steinmeier für ihre „besonnene“ Flüchtlingspolitik. Auf lokaler Ebene gab es Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement,  zum Beispiel vom Bäderverein und der Dorfgemeinschaft Hundersingen. Im Blick aufs nächste Jahr zeigte sich Rapp optimistisch, dass aus der Freibadsanierung etwas wird. „Das Klima im Gemeinderat war dieses Jahr sehr angenehm“,  das Gremium sei kompromiss- und gesprächsbereit gewesen. Er hoffe,  dass man auch weiterhin  für die Projekte in der Stadt „eine richtige und gerechte Lösung findet“.  Mit dem Dank an Verwaltung und  Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit verband er den Wunsch: „Lassen Sie sich durch Nackenschläge nicht  aus der Spur bringen“.

Bürgermeister Mike Münzing sprach  von einem intensiven Jahr und betonte, „die  Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten ist nirgends so gut wie hier“.  Man sei gemeinsam unterwegs, der Stadt Bestes zu suchen und zu schaffen“, und das zusammen mit den Bürgern.  „Es schlaucht mich deshalb ungemein“,  dass es  Bürger  gebe, die „das nicht erkennen“, die ihn und seine Verwaltung „in einer Form beschäftigen, die kaum mehr erträglich ist“. Manchmal stelle er sich die Frage, „wie lange ich das noch mitmachen will“. Schon zuvor hatte Münzing konstatiert: „Ich habe die Schnauze gründlich voll.“ Der Grund: Seit  Wochen werden die öffentlichen Toiletten im  Mobilitätszentrum beschädigt, Trennwände und Waschbecken herausgerissen, Spiegel zerstört, die Kabine übel bemalt. „Das bringt mich schier zur Weißglut und ist für mich nicht nachvollziehbar“, zumal auch das WC in der Tiefgarage ebenfalls „wüst versaut“ werde.  Münzing hofft auf „Sozialkontrolle und eine aufmerksame Nachbarschaft“, sowohl zur Vermeidung  von Vandalismus als auch  bei der Ergreifung der Zerstörer.  Anzeige bei der  Polizei sei erstattet, man sei „schon in der Nähe der Täter“. ub