Straßen Brücke kommt weg

Für  die Verkehrsführung ums Areal  Biosphärenzentrum und Albgut gibt es eine Konzeption. Die sieht unter anderem einen Kreisverkehr an der Kreuzung Hauptstraße/Am Waagrain  (oben im Bild)  vor. Außerdem soll die Hauptstraße bis zur Einmündung in die Rametshalde  Tempo-30-Zone werden.
Für  die Verkehrsführung ums Areal  Biosphärenzentrum und Albgut gibt es eine Konzeption. Die sieht unter anderem einen Kreisverkehr an der Kreuzung Hauptstraße/Am Waagrain  (oben im Bild)  vor. Außerdem soll die Hauptstraße bis zur Einmündung in die Rametshalde  Tempo-30-Zone werden. © Foto: Ulrike Bührer-Zöfel
Auingen / Ulrike Bührer-Zöfel 10.05.2017

Völlig verändern wird sich das Bild  unterhalb der Königsstraße  und der Blick auf Auingen.  Die Panzerbrücke dort wird abgebrochen, die Straße zurückgebaut. Der Bundesforst will das Bauwerk loswerden.  Es kostet im Jahr um die 25 000 Euro Unterhalt,  eine Sanierung stünde jetzt an.    Panzer, die  zu Bundeswehrzeiten im Heutal verladen wurden,  fahren  schon lange keine mehr. Genutzt wird die Strecke nur noch gelegentlich als Zufahrt für Großfahrzeuge,  die zur Teststrecke im  ehemaligen Übungsplatz wollen.

Panzerbrücke kommt weg

Die kommen künftig  über die Auinger Ortsumgehung, die L 230, fahren  an der Einmündung in die Hauptstraße  Richtung Vorlager. Dort über den Kreisel (siehe im Artikel weiter unten) und dann   bis zur neuen Zufahrt westlich der ehemaligen Panzerbrücke.  Damit die Riesenfahrzeuge  nicht um die Ecke müssen, soll ein Kreisverkehr eingerichtet werden: Durchmesser 32 Meter und überfahrbar.  Auch ein Vorteil dieser Neugestaltung: Die Baugebiete Langenheidornen und Steinige  können angebunden werden.

Rückbau und Brückenabbruch zahlt der  Bundesforst. Auch am Bau des Kreisverkehrs wird er sich beteiligen. Der soll ansonsten auch mit Mitteln aus der Stadtsanierung finanziert werden. Beginn des Rückbaus ist noch dieses Jahr, Abschluss dann im nächsten. Die Straßenumgestaltung ist für 2018/19  geplant.

Und noch ein Bauprojekt in Auingen stand  am Dienstag auf der Tagesordnung: Für die Stadtsanierung „Auinger Vorlager“  hat die Stadtverwaltung eine Konzeption für „Verkehr und Verkehrsräume“ erarbeitet. Tiefbauamtsleiter Jürgen Weber und Bürgermeister Mike Münzing stellten sie vor.  Das Biosphärenzentrum  registriert zurzeit im Jahr um die 20  000 Besucher, ist das Albgut einmal ausgebaut,  werden die Gästezahlen dort das deutlich überschreiten.

Deshalb  müssen die Verkehrsströme dort  in geordnete Bahne gelenkt, die Interessen  der verschiedenen  Anlieger berücksichtigt werden. Denn  das Gelände hat viele Eigentümer: einen privaten Unternehmer, das Biosphärenzentrum gehört dem Land, die Straßen Stadt und Bima, das Albgut Franz Tress. Von den Planungen, so Münzing, „sind alle betroffen“. Ziel sei es, eine gemeinsame Lösung zu finden – auf Grundlage der Konzeption.

Und die sieht  Kurzzeit-Parkplätze für Besucher von Gastronomie,  Geopark und Biosphärenzentrum sowie Parkplätze für Mitarbeiter im Eingangsbereich des Albguts vor.  Wer länger bleiben möchte, der fährt übers Ostor aufs Albgut-Areal, wo große Parkflächen ausgewiesen werden.

 So ist die Straßenplanung vorgesehen: Der südliche Teil der Von der Osten-Straße soll in beide Richtungen befahrbar bleiben, Ausstiegsmöglichkeiten für Busreisende bieten. Wo die Straße zur Hauptachse im Albgut wird,  ist autofrei angesagt.

Zur Verkehrsberuhigung ums Biosphärenzentrum wird die Sommestraße im südlichen Teil zur Einbahnstraße, auf Höhe der Rametshalde an die Hauptstraße angeschlossen. Der Grund, so Weber: „Dadurch wird die unklare Verkehrssituation des fünfarmigen Knotens vor dem Biosphärenzentrum aufgelöst.“ Die Hauptstraße zwischen dem Knotenpunkt Am Waagrain bis östlich der Einmündung Rametshalde soll künftig Tempo 30 gelten.

Damit’s keine Staus gibt, wird die Kreuzung Hauptraße/Am Waagrain zum Kreisverkehrsplatz umgebaut, Durchmesser 28 Meter. Dort können Busse wenden. Auch Großfahrzeuge, die auf die Teststrecke ins Alte Lager fahren, kriegen die Kurve, beziehungsweise können über den Platz wegfahren.

Das Gremium stimmte der Konzeption zu. Auf deren Grundlage wird jetzt die Verwaltung  mit den Beteiligten verhandeln.