Mehrstetten Brauchtumsabend der Galgenberghexen

© Foto: SABINE ZELLER-RAUSCHER
Mehrstetten / 20.01.2014

„Ihr wart der Meinung – das war spitze", freute sich Hexenmeister Michael Scharfenberg alias Salve immer wieder, beim Betrachten der teils recht anspruchsvollen Programmpunkte. Befreundete Narrenvereine boten sie beim 3. Brauchtumsabend der Galgenberghexen Schlag auf Schlag. Als I-Tüpfelchen hat eigentlich nur noch ein schwergewichtiger „Salve-Hexenmeistersprung“, eben ganz in Hans-Rosenthal-Manier gefehlt. Wenn auch Salve einzig und allein im Bereich der Sprünge überhaupt nicht in die Pötte kam, gelang es anderen hingegen perfekt. Allen voran den Sprunghexen der Hungerberghexen, die mit gewagten Pyramiden und fliegenden Hexen überzeugten.
Ein Blick auf den Narrensamen zeigte deutlich, dass durchaus Nachwuchspotential vorhanden ist. Wie auch bei der Narrenzunft Steinhilben, die sich weder mit ihrer Juniorgarde noch mit ihrer Schalmeiengruppe verstecken muss.
Ein ordentlicher Hauch Professionalität schwang bei den Damen des TSC Dancing Shoes Reutlingen mit, die klassischen Gardetanz boten. Perfekt, vor allem das endlose, andauernde Lächeln der kompletten Gruppe, das fast schon wie eingefroren in den hübschen, von langen Zöpfen eingerahmten Gesichtern wirkte. Ohne Zweifel, mit diesem Lächeln hätten die Damen bei jedem Zahnpasta-Werbe-Casting ganz bestimmt allerbeste Chancen. Als schöner Blickfang galten auch die Albra Gugga aus Großengstingen, die bunt geschminkt, wie die Lennigo Gugga mit ordentlicher Guggamusik Stimmung in den prall gefüllten Saal brachten. Weiter begeisterten die Waddabolla-Weibr, die Galgenberg-Hexen, die Erminger Hohlwegtrapper, die Stomba-Sprenger und die Brandweinhexen mit ihrem ganz persönlichen 2014-Fasnetshighlight-Tanz.
Dem Volksmund nach kommt das Beste ja bekanntlich immer erst zum Schluss. In Mehrstetten übernahmen die Sternaberg Huzzla diesen Part mit Barbie und Ken, wobei sich Tanz, Akrobatik und Show in dem von Kerstin Götz einstudierten Tanz vereinten. Schade nur, dass viele die etwas andere, leicht amerikanisch angehauchte Fasnetsdarbietung nicht mehr sehen konnten, weil die ersten Hexenbusse bereits um Mitternacht ihre Heimreise antraten, das Programm sich jedoch bis fast eine Stunde nach Mitternacht in die Länge zog.

SABINE ZELLER-RAUSCHER

 

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