Konzert  Konzert zu „Sonne, Mond und Sterne“

Der Höhepunkt des Abends beim Konzert der  Lautertalmusikanten: „Shut Up and Dance“ mit Luis Grebitus und Tom Holder an den großen Trommeln.
Der Höhepunkt des Abends beim Konzert der Lautertalmusikanten: „Shut Up and Dance“ mit Luis Grebitus und Tom Holder an den großen Trommeln. © Foto: Maria Bloching
Gomadingen / Von Maria Bloching 08.04.2018

Über 300 Besucher füllten die Halle bis auf den letzten Platz und durften sich über ein anspruchsvolles, kurzweiliges und äußerst unterhaltsames Frühjahrskonzert der Lautertalmusikanten Dapfen freuen. Der Musikverein präsentierte sich als bestens aufgestelltes und harmonisches Blasmusikorchester, das unter der Leitung von Dirk Holder höchstes Niveau erreicht hat und dieses auf unterhaltsame Weise darzubieten verstand.

Unter dem Motto „Sonne, Mond und Sterne“, brachten die Musiker eine große Bandbreite an anspruchsvollen Stücken  zu Gehör. Die Kleinsten von der musikalischen Früherziehung marschierten mitten im April zur Musik der Blöckflötenschüler mit ihren leuchtenden Laternen durch die Halle: Traditionell wurden sie in den gelungenen Auftritt der Jugendgruppe mit einbezogen und machten damit deutlich, dass mit einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit nicht früh genug begonnen werden kann.

Gute Nacht-Lieder

Mit „Costa del Sol“ von Dick Ravenal und dem legendären Soundtrack zu „Game of Thrones“ von Ramin Djawadi sorgte die 27-köpfige Jugendkapelle unter der engagierten Leitung von Nicole Dorow für einen perfekten Konzertauftakt. Einige von ihnen nahmen dann auch in den Reihen der aktiven Kapelle Platz und wurden mühelos in die einzelnen Register integriert. Nach dem böhmischen Konzertmarsch „Im Glanz der Sterne“ von Franz Watz brachte das Orchester die Filmmusik zu „Apollo 13“ von James Horner zu Gehör und zeichnete mit sanften und dramatischen Tönen das Wechselspiel zwischen Hoffnung und Verzweiflung dieses Fehlschlags der Raumfahrt nach.

Die Komposition „Abendmond“ von Thiemo Kraas verknüpft die beiden Gute-Nacht-Lieder „Der Mond ist aufgegangen“ und „Abend wird es wieder“ wunderbar miteinander und verführte mit einem runden und weichen Klang zum Träumen, bevor das Publikum mit „Tanz der Vampire“ von Jim Steinmann in die Welt der Unsterblichkeit eintauchte. Dirk Holder dirigierte seine Musiker erstklassig durch dieses wunderschöne Arrangement, allesamt verstanden sie es, orchestrale und rockige Passagen sowie ruhige Balladen rund um Liebe, Eifersucht und Mystik ausdrucksvoll zu intonieren. Auch im Straßenmarsch „Wenn der Mond scheint“ von Frantisek Kmoch und im Walzer „Mondnacht am See“ von Willy Lange wurde zur Begeisterung der aufmerksamen Zuhörer dem Himmelskörper Luna gehuldigt.

Wie vielseitig die Lautertalmusikanten unterwegs sind, zeigte sich einmal mehr im beschwingten „Captain Cook“ von Mike Costello, in dem eine ganze Reihe singender Saxophone den Inbegriff der leichten Musik darzustellen vermochten. Unbestreitbar wurde das großartige Arrangement „80er Kult(tour)“ von Thiemo Kraas mit unsterblichen Hits wie „Skandal im Sperrbezirk“, „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“ oder „Tausendmal berührt“ zu einem der zahlreichen Höhepunkte dieses Konzertabends. Viele glänzende Sterne schienen dabei über der Bühne aufzugehen, die Begeisterung der Musiker übertrug sich im Rhythmus auf die Zuhörer.

Mit großen Trommeln

Mit „Shut Up and Dance“ for Marching Band von Jack Holt gelang dem Orchester ein grandioses Finale. Dem Publikum wurde ein geniales Klangerlebnis beschert, das nicht nur die Musiker selbst, sondern die ganze Halle in Bewegung setzte.  Schlagzeuger hatten hier den Einsatz des Abends, allen voran Luis Grebitus und Tom Holder von der Jugendgruppe an den großen Trommeln. Sie ließen sich nicht aus der Ruhe bringen,  präsentierten lautstark und im perfekten Takt – der eine hoch konzentriert ohne eine Miene zu verziehen, der andere mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht – den Siegertitel des Abends, den die begeisterten Besucher gleich mehrmals hören wollten. Unterhaltsam führte Carolin Stooß durch das Programm, Fabian Allgaier moderierte den Auftritt des Musikantennachwuchses. Auch Ehrungen verdienter Mitglieder durften beim Konzertabend nicht fehlen (siehe Artikel unten).

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