Münsingen Berufliche Schule Münsingen präsentiert umfangreiches Bildungsangebot

MARIA BLOCHING 21.01.2013
Die Berufliche Schule in Münsingen verfügt über ein breit gefächertes Bildungsangebot. Am Samstag stellte sie gemeinsam mit Firmen der Region Profile sowie Abschluss- und Berufsmöglichkeiten vor.

Zahlreiche Jugendliche, die in diesem Jahr ihren Schulabschluss machen, kamen mit ihren Eltern und nutzten die Gelegenheit, die sich ihnen mit diesem Informationstag bot. Dabei ging es nicht nur darum, Möglichkeiten der schulischen Weiterbildung bei der Beruflichen Schule aufzuzeigen, sondern auch verschiedene Berufszweige vorzustellen.

Melanie Sommer schließt demnächst mit der Hauptschule ab, sie hat schon konkrete Vorstellungen, wie es weitergehen soll: "Ich möchte die zweijährige Berufsfachschule Hauswirtschaft besuchen", erzählte sie. Trotzdem ließ sie es sich nicht nehmen, an diesem Tag ihre künftige Schule in Augenschein zu nehmen und sich über das breitgefächerte Spektrum zu informieren. "Dass das Angebot so groß ist, hätte ich wirklich nicht gedacht", zeigte sie sich überrascht.

So wie ihr ging es vielen Interessierten. Dank einer umfangreichen und ausführlichen Präsentation in Form von Schautafeln und Unterrichtsmaterialien, insbesondere aber aufgrund der zum Gespräch zur Verfügung stehenden Auszubildenden und Ausbilder aus den unterschiedlichsten Bereichen konnte ein ausgiebiger Einblick in verschiedene Berufe gewährt werden.

Auch der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Thomas Pfeifle gab Auskunft über die Ausbildungsmöglichkeiten im Agrarbereich. "Viele wollen wissen, ob sich eine landwirtschaftliche Ausbildung lohnt, wenn man keinen elterlichen Betrieb hat", so Pfeifle. Vor allem die Vorbehalte der Eltern konnte er weitgehend ausräumen: "Der Einsatzbereich eines Landwirts ist vielfältig. Immer mehr Betriebe expandieren und suchen Angestellte, es besteht aber auch die Möglichkeit, im vor- oder nachgelagerten Bereich tätig zu sein".

Rund 30 Schüler werden in Münsingen mit Schwerpunkt Landwirtschaft unterrichtet, einer von ihnen ist auch Adam Wollek, der damit gleichzeitig seinen mittleren Bildungsabschluss absolviert. Er besucht die zweijährige Berufsfachschule und erspart sich damit das erste von insgesamt drei Lehrjahren. "Sollte er sich wirklich für die Landwirtschaft entscheiden, ist die Schule ihm bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz behilflich", erklärte Dr. Joachim Maier, Leiter des landwirtschaftlichen Bereichs an der Schule.

Fachkräfte sind derzeit überall gefragt. Aida Licina und Alena Bauer haben also gute Berufsaussichten, wenn sie ihre dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin abgeschlossen haben. Das erzählten sie gerne auch den interessierten Jugendlichen: "Wer gerne Kontakt mit Menschen hat und sich für Medizin interessiert, der ist hier richtig", berichteten sie. Aida Licina ist über ihr Freiwilliges soziales Jahr, das sie nach dem Abitur machte, zur Altenpflege gekommen. Ihr Beispiel zeigte, dass es viele verschiedene Wege zum richtigen Beruf gibt, weitere wurden an diesem Tag vorgestellt.

Den Metallbereich deckten die Firmen Walter AG, Genkinger-Hubtex, Weinmann und Adolf Schreiber ab, die Agrarwirtschaft wurde vom Haupt- und Landgestüt Marbach, dem Kreisbauernverband Reutlingen und der Landjugend Südwürttemberg vorgestellt, die LWV Eingliederungshilfe Rappertshofen vertrat den Bereich Altenpflege und über die umfangreichen Möglichkeiten im kaufmännischen Bereich informierten die Kreissparkasse, die Volksbank, die AOK, die Barmer Ersatzkasse, die DAK sowie die Stadt Münsingen. Auch die Bundesagentur für Arbeit war vor Ort.