Der Fachkräftemangel ist gerade im Gastronomiegewerbe ein echtes Problem, guten und motivierten Nachwuchs zu bekommen eine Herausforderung für die Gastwirte. „Es bringt nichts, die ganze Zeit zu jammern und über Mindestlöhne und Arbeitszeiten zu schimpfen“, sagt der Ehestetter Bio-Spitzenkoch Simon Tress. Man könne nicht die gleichen Gehälter zahlen wie in der Industrie, weiß er und setzt deshalb darauf, dass die Azubis bei ihm nicht nur fachlich etwas lernen, sondern auch ihre Persönlichkeit entwickeln können. Sie sollen keine billigen Arbeitskräfte sein, sondern in Projekte eingebunden werden.

35 Tage Urlaub im Jahr, Arbeit nicht von früh morgens bis spät in die Nacht, sondern in Schichten, entweder von 6 bis 15 oder von 14 bis 23 Uhr, das sind attraktive Bedingungen. „Ich will keine Fachidioten ausbilden, sondern Menschen, die Freude an der großen Vielfalt in der Küche haben“, sagt Simon Tress. Dort gibt es aktuell vier „tolle Azubis“, wie er sein Auszubildenden-Team lobt. Florian (28), gelernter Bäcker, ist im zweiten Lehrjahr genauso wie Elena (24), die einen Bachelor in Tourismus vorweisen kann und Caroline (21), die ein Einser-Abi gebaut hat. Im dritten Lehrjahr ist Aileen (20), die schon mit 14 Jahren ein Praktikum in der Rose absolviert hatte. Fünfter Azubi im Team ist David (21), der angehender Restaurantfachmann ist.

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Aufwändiges Prozedere für Gewinner-Auswahl


Die Auswahl der Gewinner der Chefs Trophy erfolgt jedes Jahr nach einem aufwändigen Prozedere. Auf eine theoretische Bewerbungsphase folgen Praxisbesuche von Jurorentrios und -duos vor Ort in den nominierten Betrieben. Die Jurymitglieder aus dem Netzwerk Chefs Trophy Ausbildung legten im März und April hunderte von Kilometern in Deutschland zurück, um die nominierten Betriebe im Detail kennenzulernen, mit den Ausbildern und Auszubildenden zu sprechen. Nominiert waren neben den Preisträgern noch: Fürstenberger Gastrononmie; Gastronomie Pütter, Hamburg; Rauschenberger Catering, Fellbach; Travel Charme Gothisches Haus in Wernigerode und Travel Charme Kühlungsborn.