Die Große Lauter, so haben die Internet-Klicker entschieden, ist unter zwölf Flusslandschaften in Deutschland die schönste. (Wir haben berichtet). Ausgeschrieben wird der Naturpreis von der Heinz Sielmann-Stiftung und Europarc. Deren Vertreter nun waren am Donnerstag auf der Alb, haben den Preis – Urkunde und Plastik – übergeben. Peter Südbeck, Vorstand Europaparc Deutschland und Leiter des Nationalparks Wattenmeer, ist dafür durch die ganze Republik gereist, gewissermaßen zum Konkurrenten. Denn auch seine Region war mit ihren Prielen im Rennen um den Naturpreis, wurde von der Lauter-Landschaft nur ganz knapp geschlagen.

Schmelztiegel für gute Porjekte

Ziel des Preises, den es seit zehn Jahren gibt, sei es, die Menschen, die Gesellschaft für die Natur zu sensibilisieren, sich von ihr faszinieren zu lassen, sie so zu Unterstützer für den Naturschutz zu machen, erklärte Südbeck. Die Lauter erzähle die Geschichte des Wassers in einer Landschaft mit wenig Wasser, das menschliche Ringen um das lebenswichtige Nass. Lob gab es auch für die Aktivitäten im Biosphärengebiet, das Südbeck als Schmelztiegel für gute Projekte bezeichnete.

 Donau und Lauter

Tobias Brammer, Leiter des Biosphärenzentrums, konnte schon viele Gäste dort begrüßen – allerdings noch nie einen Adeligen. Am Donnerstag dann mit S.K.H. Prinz Bernhard von Baden, Stiftungsratsmitglied der Heinz Sielmann-Stiftung, den ersten. Mit ihm hat die Alb jetzt auch einen weiteren Fan. Während der Vater des Prinzen als Reserveoberst natürlich Münsingen kennt, war dem Sohn die Gegend neu, die er „traumhaft“ findet. Und er stellte auch rasch eine Verbindung zwischen Württemberg und Baden her: Der Europastrom Donau entspringt im badischen Donaueschingen, die Lauter – „ein Musterbild einer intakten Flusslandschaft“ – in Württemberg. Die „kleine große Lauter“ wiederum münde in den großen, durch Verschmutzung und Begradigungen geschunden Fluss, trage so die Naturschutz-Botschaft durch ganz Europa. Natürlich zollte Prinz Bernhard von Baden den Entwicklungen im Biosphärengebiet, das er als „Naturjuwel“ bezeichnet, dem Engagement der Menschen, die Verantwortung übernähmen, Anerkennung. Sein Wunsch: „Bleiben Sie so ideenreich und hartnäckig.“

Keine Frage für Landrat Thomas Reumann, der den Preis entgegennahm, ihn als „tolle Auszeichnung für eine tolle Landschaft“, als „Ausdruck der Wertschätzung für die Arbeit“ in der Biosphäre wertete. Die schaffe seit zehn Jahren das Bewusstsein, dass viele, auch unterschiedliche, Interessen zusammenspielen können, gebe Impulse für Projekte, entwickle diese gemeinsam mit den Menschen. Und überhaupt: Die Region sei „reich und sexy“, zukunftsorientiert, nähme junge Menschen mit, und das nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit ausgestreckter Hand“ – Beispiel Biosphärenschulen.

Prinz kommt wieder

Ein kleiner Kreis von Bisophärenpartnern und -mitarbeitern feierte nach den Reden den Preis: Dazu gab’s Regionales ins Glas und auf den Teller.

Das könnte dich auch interessieren: Übrigens: Der Prinz kommt wieder. Ihm hat die Alb-Landschaft gefallen und er hat die Einladung des Landrats für eine Tour durch die Biosphäre angenommen. 

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