Biosphäre Artenreicher Lebensraum Wacholderheide Vorstellung umgesetzter und geplanter Biotoppflegemaßnahmen

Der in Baden-Württemberg stark gefährdete Schwarzfleckige Ameisenbläuling (Maculinea arion).
Der in Baden-Württemberg stark gefährdete Schwarzfleckige Ameisenbläuling (Maculinea arion). © Foto: Gabriel Hermann
Buttenhausen / swp 13.07.2018

Bei einer  Exkursion an der Buttenhausener Tonhalde am Montag, 16. Juli, 18 bis 20.30 Uhr, werden die Ziele des Projekts sowie bereits umgesetzte und weiter geplante Biotoppflege-Maßnahmen vorgestellt. Treffpunkt für alle Interessierte ist der Parkplatz am südlichen Ortsausgang von Buttenhausen (in Fahrtrichtung Hundersingen rechts abbiegen), eine Teilnahme ist kostenfrei.

Die Wacholderheiden prägen den Charakter der Schwäbischen Alb und stellen eines der Alleinstellungsmerkmale des Biosphärengebiets aus bundesweiter Sicht dar. Die sehr artenreichen und landschaftlich reizvollen Lebensräume sind durch jahrhundertelange Beweidung entstanden. Durch den starken Rückgang der Schafhaltung in den letzten Jahrzehnten verbuschen jedoch viele Wacholderheidenflächen  oder haben sich bereits zu Wald entwickelt.

Projekt wird gefördert

Daher liegen die heute noch vorhandenen Wacholderheiden vielfach isoliert voneinander, was den Austausch von Tier- und Pflanzenarten erschwert oder sogar verhindert. Dieser Austausch ist aber beispielsweise für den Erhalt der charakteristischen Schmetterlinge und Heuschrecken dringend erforderlich.

Mit der Aufwertung und Vergrößerung der Wacholderheiden und der Schaffung eines Netzes von kleinen „Trittstein“-Biotopen kann der Austausch von Individuen verbessert werden, es findet ein so genannter Biotopverbund statt.

Das Projekt „Biotopverbund von Kalkmagerrasen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ hat das Ziel, im Raum Münsingen den Zustand der Wacholderheiden und den Biotopverbund zu verbessern. Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg fördert das Projekt mit 288 000 Euro im Zeitraum 2017 bis 2020, Projektträger ist die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

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