Münsingen Arbeitssicherheit im Mittelpunkt

Münsingen / EB 14.03.2013
Die Zimmerer-Innung Reutlingen hat ihre Jahreshauptversammlung im Hofgut Hopfenburg abgehalten. Obermeister Gerd Renz konnte dabei auf ein für die meisten Betriebe erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Einen ungewöhnlichen, aber für Zimmerleute durchaus interessanten Rahmen hatte die Zimmerer-Innung Reutlingen für ihre diesjährige Jahreshauptversammlung gewählt: In den umgebauten Räumlichkeiten des ehemaligen Ökonomiegebäudes des Hofgutes Hopfenburg fand die traditionelle Versammlung der Innung statt.

Die Teilnehmer konnten sich damit einen nahezu umfassenden Überblick auch über die Änderungen in ihrem Handwerk im Laufe der Jahrzehnte verschaffen.

Insbesondere verdeutlicht dieser Umbau auch die Vielseitigkeit des Zimmererhandwerks. Heute ist dieses Handwerk in nahezu sämtlichen Bereichen der Sanierung tätig und beschränkt sich keinesfalls mehr nur auf die Erstellung von Dachstühlen, Dacheindeckungen, oder dem Bau untergeordneter Bauwerke.

Entsprechend war der Rückblick von Obermeister Gerd Renz auf das vergangene Jahr. Die Beschäftigung im Zimmererhandwerk war gut und für die meisten Betriebe war 2012 ein erfolgreiches Jahr. Er zeigte sich auch optimistisch, dass diese Entwicklung weiter anhalten werde. Die Zahl der Innungsbetriebe habe sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Die Zahl der Beschäftigten und insbesondere der Auszubildenden hat wieder deutlich zugelegt.

Sehr erfolgreich ist die Innung mit ihren umfangreichen Aktivitäten. Schwerpunkte der Innungsarbeit sind die Aus- und Fortbildung der Betriebe, aber auch der Beschäftigten.

Seit mehreren Jahren wird ein besonderes Augenmerk auf die Umsetzung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes gelegt. Mit gemeinsamen Unterweisungen der Beschäftigten ist die Innung sehr stark im präventiven Arbeitsschutz tätig. Ein Sammelordner zur Regelung der Arbeitssicherheit ist mittlerweile von nahezu allen Zimmerer-Innungen in ganz Baden-Württemberg übernommen worden.

Der Geschäftsführer der Reutlinger Kreishandwerkerschaft Ewald Heinzelmann, lobte die starke Gemeinschaft der Zimmerer. Mit diesem Verhalten seien sie Vorbild für viele andere. Der stabil hohe Anteil von Innungsbetrieben verdeutliche diese gute Situation. Auch er zeigt sich für die Branche weiterhin optimistisch. An den Rahmendaten für eine gute Baukonjunktur wird sich aus seiner Sicht auf absehbare Zeit nichts ändern.

In Sachen Ausbildung liegen Licht und Schatten bei den Zimmerern eng beieinander. Der Lehrlingswart und Vorsitzender der Gesellenprüfungskommission Mathias Falkenburger (Reutlingen-Mittelstadt) konnte von einer guten Zunahme der Ausbildungszahl berichten. Die Zimmererbetriebe können sich trotz der negativen demografischen Entwicklung bislang am Ausbildungsmarkt gut behaupten. Weniger erfreulich war allerdings sein Bericht über die Ergebnisse einzelner Prüfungen.

Insbesondere das Ergebnis der letztjährigen Zwischenprüfung sticht dabei vergleichsweise negativ aus dem Gesamtbild hervor. Er appellierte deshalb an die Betriebe, ein stärkeres Augenmerk auf praktische Übungen und Lehrproben bei den Auszubildenden zu richten.

Damit sich an den Ausbildungszahlen zukünftig nichts ändert, wird sich die Innung auch in diesem Jahr wieder an der Sonderschau "Ausbildung im Handwerk", im Rahmen der Ausstellung "Handwerk im Zirkuszelt" am 20./21. April auf dem Festgelände Bösmannsäcker in Reutlingen beteiligen. Die Innung wird darüber hinaus wieder ein komplettes Zelt mit sämtlichen Dienstleistungen der Zimmereibetriebe belegen.

Interessierte Besucher haben in dem Zelt die Möglichkeit sich über Dämmungen von Wänden, Dächern, Dacheindeckungen, Dachfenstern und vielem mehr ausführlich und fachkundig zu informieren.