Buttenhausen Angebote für Gäste

© Foto: Maria Bloching
Buttenhausen / MARIA BLOCHING 10.05.2015
Am Sonntag wurde die 13. Saison der AlbhofTour eröffnet. Zahlreiche Besucher strömten zur Mühle Luz nach Buttenhausen, die heuer von den Kreislandfrauen für das Eröffnungsfest ausgewählt worden war.

Die AlbhofTour blickt auf eine interessante und vor allem erfolgreiche Entwicklung zurück. Von Jahr zu Jahr kommen viele Wanderer und vor allem Radfahrer, um auf ihrer Tour von Bauernhof zu Bauernhof mehrere Betriebsformen, Menschen und Landschaftsbilder kennenzulernen. Landwirtschaftliche Betriebe bieten mit ihren unterschiedlichen Unternehmensbereichen vom Biohof über Milchwirtschaft und Schweinen bis hin zu Hühnern und Schafen einen intensiven Einblick in die Vielfalt der Hof-, Vieh- und Feldbewirtschaftung sowie ein pfiffiges Programm. Ein Streichelzoo mit Ferienwohnung reicht da keinesfalls aus.

Von den anfangs 26 Betrieben sind es heute noch 16, die einen bestimmten Grundstandard erfüllen müssen und bemüht sind, ihren Gästen jeweils etwas ganz Besonderes zu bieten. „Im Rahmen dieser Gemeinschaft konnten die Betriebe sich weiterentwickeln und herausfinden, was von ihren Gästen gewünscht wird“, erklärte Landfrau Andrea Traub, ebenso wie Pia Münch und Elsbeth Laux, eine Engagierte der ersten Stunde. Die einen übernachten gerne im Heu, die anderen im Radlerhäuschen. Und wer nicht die vorgeschlagene AlbhofTour-Route wählen will, kann sich jederzeit seine ganz individuelle Tour zusammenschneidern lassen.

Gut angekommen ist, dass die Touren nun direkt im Internet über die Homepage der AlbhofTour gebucht werden können. Darin sind verschiedene Eindrücke zu einem Erlebnis für die ganze Familie gebündelt, doch auch die anderen Touren, die ohne Buchung abgefahren oder erwandert werden, gewähren einen umfassenden Eindruck der AlbhofTour-Philosophie.

Die Qualität der Angebote hat sich in den vergangenen Jahren stetig verbessert, parallel dazu konnte auch der Markt an regionalen Produkten der einzelnen Betriebe weiterentwickelt und vergrößert werden. „Die Landfrauen haben damals schon vor allen anderen erkannt, dass man ganze Themen und nicht nur Einkehrmöglichkeiten verkaufen muss. Sie haben einen echten Trend gesetzt“, lobte Bürgermeister Mike Münzing. Die AlbhofTour trage dazu bei, dass die Alb mit all ihren Werten und Facetten erlebt und erfahrbar gemacht werden könne. „Dadurch wird der Bogen von der Landwirtschaft über die Verarbeitung in der Mühle bis hin zum Bäcker gespannt“.

Für Wolfgang Schütz von der Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb ist die AlbhofTour längst aus den Kinderschuhen herausgewachsen. Er hob den konsequenten Ausbau der Vermarktung regionaler Produkte und die Vereinigung vieler verschiedener Betriebe hervor, die der Region ein positives Gesamtbild bescherten und ganz der Strategie des Tourismus auf der Schwäbischen Alb entsprächen.

Und auch die beteiligten Landwirte profitieren von der AlbhofTour, wie Albert Werner vom Kreisbauernverband deutlich machte. Bei der Eröffnungsfeier boten fünf Direktvermarkter, die auch der AlbhofTour angeschlossen sind, ihre eigenen Produkte an Ständen an, doch auch beim Schlendern durch den Markt mit weiteren Ständen gab es Schönes und Leckeres zu kaufen. Erwin Luz führte bei laufendem Betrieb durch seine Mühle und zeigte, wie das, was vor Ort wächst, gereinigt, gelagert und vermarktet wird. „Das ist für mich der Hauptgrund, weshalb wir uns mit unserer Mühle der AlbhofTour angeschlossen haben“, sagte Luz. Die Mühle ist der einzige der zugehörigen 16 Betriebe ohne landwirtschaftliche Erzeugung. Aber sie ist ein wichtiges Glied in der Kette vom Erzeuger zum Verbraucher.

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