Münsingen Angebot für Therapie jetzt in der Innenstadt

RALF OTT 17.02.2012
Die Praxisgemeinschaft für Logopädie von Wolfgang Zinn und Regine Mayer ist umgezogen. Das vierköpfige Team behandelt Patienten jetzt im Alb-Center in der Bismarckstraße.

Es war Wolfgang Zinn, der seine logopädische Praxis vor nunmehr fünf Jahren in der Dottinger Straße eröffnete. "Zuvor gab es in Münsingen noch keine logopädischen Therapieangebote", erinnert sich Zinn. Gut zwei Jahre später schloss er sich mit Regine Mayer zu einer Praxisgemeinschaftspraxis zusammen. Jetzt hat das Team, zu dem noch Steffi Schulz und Katrin Meyer gehören, neue Räume in der Bismarckstraße 7 im Alb-Center in Münsingen bezogen. Dort stehen vier Therapiezimmer zur Verfügung sowie ein Büro, Toiletten und ein Materialraum. Der Zugang ist behindertengerecht und es gibt genügend Parkplätze. Behandelt werden Patienten aller Altersgruppen mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Letztere treten zum Beispiel bei Säuglingen und Kleinkindern auf, bei denen Muskeln im Gesicht und Mundbereich gestört sind. Ein zweiter Bereich des Therapieangebots betrifft sowohl den Spracherwerb wie auch die Aussprache von Klein- und Schulkindern.

Neben klassischen Symptomen wie Stottern oder Störungen im Redefluss kommen Erwachsene mit internistischen oder neurologischen Erkrankungen zur Behandlung. Hilfe erhalten auch Menschen nach Kehlkopfoperationen oder Berufstätige, deren Stimme einer hohen Belastung ausgesetzt ist.

Die Überweisung erfolgt durch HNO-Ärzte, Kinderärzte, Hausärzte, Kieferorthopäden oder Zahnärzte. Auf der Basis einer ausführlichen Untersuchung durch den Logopäden und in Verbindung mit der ärztlichen Diagnostik wird eine individuelle Therapie aufgestellt, erläutert Zinn. Die Dauer einer Behandlung ist nicht vorherzusagen. "Selbst bei ähnlichen Störungen kann die Zeit bis zur Heilung unterschiedlich lang sein", so Mayer. Gerade bei Kindern empfiehlt sie eine frühzeitige Beratung, um keine Folgeprobleme zu riskieren. Sehr rasch müssen die Logopäden auch Patienten nach einem Schlaganfall helfen. Hier besteht eine Kooperation mit der Albklinik, da es dort keine logopädische Behandlung gibt.

Letztlich besteht das Behandlungsziel darin, dem Betroffenen wieder zu einer störungsfreien Kommunikation zu verhelfen. Ist das nicht möglich, soll das logopädische Instrumentarium eine Verschlechterung der Symptome möglichst lange verzögern.