Alenberghalle Afrika mit allen Sinnen erleben

Afrikanische Trommelklänge gab es in der Alenberghalle zu hören.
Afrikanische Trommelklänge gab es in der Alenberghalle zu hören. © Foto: szr
Münsingen / Sabine Zeller-Rauscher 16.04.2018

Kunterbunt der afrikanische Markt, mit Kunsthandwerk für Afrika und Kunsthandwerk aus Afrika. Gespickt mit afrikanischen Köstlichkeiten, Musik-CDs oder fetzigen Tanz-DVDs, die nebenbei über Aids aufklärten.

Rhythmisch war gleich zu Beginn die Darbietung der Familie Mulumba, wobei das Ehepaar Renate und Bowick Mulumba mit Sohn Philipp Moyi mit Trommellängen begeisterten. Klangvoll waren auch die rund 50 Kinder und Jugendlichen des Chor „Boni Kids & Teens“ aus Metzingen, und tänzerisch schön die Choreographie von der Schule für Tanz Gitte Wax. Umrahmt wurde das Fest durch eine Ausstellung von Daniel Machia, einem kenianischen Künstler, der die Blicke auf seine Werke zog.

Bunte Buttons zum selber gestalten sorgten in der Kinderecke für Unterhaltung, während es sich andere bei Kaffee und Kuchen sowie afrikanischen Teigtaschen gut gehen ließen. Vor der Halle entzündete Haron aus Kenia ein Feuer, um auf dem Grill Mahindi Choma zu grillen. Sowohl in Kenia als auch in Deutschland, wo die Mahindi Choma einfach nur Maiskolben heißen, war dies eine einfache aber leckere Spezialität.

Auf den ersten Blick ein herrliches Samstagnachmittags-Fest, einzig zum Verwöhnen der Sinne. Dem war aber nicht so. „Neben dem Verwöhnprogramm, wollen wir auch auf unsere Projekte aufmerksam machen“, sagt Gisela Keller, die zusammen mit Marit Wiest federführend die Projekte bündelte. Projekte welche Menschen in den verschiedensten Regionen in Afrika Unterstützung bieten, wie die Kenia-Hilfe Schwäbische Alb. Dabei handelt es sich um eine Stiftung des Kirchenbezirks, die Straßenkinder in Karai unterstützt und bis zum Abschluss ihrer Ausbildung begleitet.

Springs of Hope – AK Maralal/Münsingen betreut Straßenkinder, Aidswaisen, misshandelte und ausgesetzte Kinder im Norden Kenias unter einfachsten Bedingungen, damit sie Zuwendung, Nahrung, Kleidung und Unterstützung beim Schulbesuch bekommen.

Ebenfalls Kindern in Kenia nimmt sich der Verein Eldoret Kids Kenia an, um den Kindern Perspektiven zu geben und ihnen den Weg in eine gesicherte Zukunft zu ebnen. Ein tragfähiges Netzwerk ist auch bei der Partnerschaft Neuhausen/Tandala/Tansania entstanden, um die Lebensverhältnisse der in Tandala lebenden Menschen vom schwäbischen Neuhausen aus zu verbessern. Mit im Boot saß auch der Weltladen aus Münsingen, dessen Arbeit man ganzjährig durch den Kauf von Produkten aus den ärmsten Ländern der Welt zu unterstützen kann.

Über sämtliche Projekte, die unter dem Dach des Evangelischen Kirchenbezirks Bad Urach-Münsingen zu finden sind, standen die Organisatoren bereit, um die Besucher genauer über die Verhältnisse in den verschiedenen afrikanischen Ländern zu informieren.

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