„Die Schwäbische Alb ist die höhlenreichste Region in Deutschland“, stellte Hans-Jürgen Stede, Erster Landesbeamter des Landkreises Reutlingen und Vorsitzender des GeoParks, in Wimsen fest. Mehr als 2500 Höhlen sind dokumentiert, zwölf davon sind Schauhöhlen. Stede: „Mit der Sontheimer Höhle haben wir Deutschlands älteste Schauhöhle, mit der Laichinger Tiefenhöhle die am tiefsten befahrbare, mit der Giengener Charlottenhöhle die längste begehbare und in Wimsen die einzige mit Boot befahrbare“. Jede Menge Alleinstellungsmerkmale also.

Höhlen seien für viele magische Orte, die eine besondere Anziehungskraft hätten, so Stede. Allein in einem Höhlenraum zu stehen, auf die Stille zu achten, das könne eine Ahnung von Ewigkeit vermitteln. Das würden auch andere Menschen so empfinden. Jahr für Jahr würden die Schauhöhlen auf der Alb von weit über 300 000 Menschen besucht. Für diese Menschen solle der Schauhöhlenführer ein ganz attraktives Angebot sein, „nicht nur ein oder zwei der Schauhöhlen auf der Alb kennenzulernen, sondern das ganze wunderbare Dutzend“. Stede formulierte das Ziel, zu dem auch der neue Schauhöhlenführer beitragten soll: „Wir haben die halbe Million Besucher pro Jahr im Visier“.

Der Höhlenführer mache deutlich, was die Stärke des GeoParks sei: „Das Projekt bündelt Potenziale und vernetzt Akteure. Die Höhlen bewerben sich gegenseitig und verstärken durch ihren gemeinsamen Auftritt ihre Attraktivität“. Stede danke den Sponsoren – Romina und Berg Bier – und Betreibern der Schauhöhlen, Hans-Martin Luz, Geschäftsführer des Landesverbands Höhlen- und Karstforschung, von dem Idee und Inhalte kämen und Dr. Dana Pietsch von der GeoPark-Geschäftsstelle, die das Projekt mit viel Herzblut koordiniert habe.

Dana Pietsch fügte hinzu, dass der Schauhöhlenführer in einer Auflage von 25 000 Exemplaren praktisch ausschließlich an den Schauhöhlen gegen eine Schutzgebühr von einem Euro erhältlich sei. Man habe sich gestalterisch für einen Klappdeckelkarton entschieden. Das Öffnen des Deckels entspreche dem Hineingehen in eine Höhle. Drinnen liegen zwölf Kärtchen, eine einleitende mit Geologie und Höhlenschutz, elf weitere zu den zwölf Schauhöhlen, auf denen man Fakten zur Höhlengeschichte erfahre, Besonderheiten der jeweiligen Höhle, Anfahrtsbeschreibung und Öffnungszeiten.