Münsingen / Reiner Frenz  Uhr

Sie ist quasi „Einzelkämperin“: Kerstin Dehn vertritt das Münsinger Gymnasium beim Schülerwettbewerb der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. „IDEENsprINGen“ heißt in diesem Jahr das Motto. Und es gilt eine Sprungschanze entwerfen und im Modell bauen. Die Startfläche der Anlaufbahn muss dabei 300 Gramm Gewicht tragen können. Zudem sollen die Schüler nachmessen, wie weit eine Glasmurmel von ihrer Schanze springen kann. Zur Verarbeitung sind nur einfache Materialien wie etwa Papier, Karton, Holz- und Kunststoffstäbchen, Schnur oder Stecknadeln zugelassen.

50 Stunden Arbeit

In der Technik AG hatte Lehrer Gerd Stiegler sich erkundigt, ob jemand Interesse an der Teilnahme habe und war bei Kerstin Dehn auf offene Ohren gestoßen. Sie machte sich unter Stieglers Anleitung an die Arbeit, entwarf ihre Skischanze und baute sie unter Verwendung der vorgegebenen Materialien auch selbst. 50 Stunden Arbeit stecken im fertigen Modell, das vom früheren Schulleiter Karl-Wilhelm Röhm auf dem Weg in eine Landtagssitzung mitgenommen und bei der Handwerkskammer abgegeben worden war. „Mir hat das großen Spaß gemacht“, erzählt Kerstin Dehn. Am schwierigsten sei die Stabilisierung des Schanzenkopfs gewesen, dort, wo ein 300-Gramm-Gewicht zu tragen war. Die Schülerin füllte eine Flasche mit Sand, um das Gewicht zu erhalten. Auch die Seitenteile mit Balsahölzern passend hinzubekommen sei nicht einfach gewesen, blickt die Neuntklässlerin zurück.

Jury entscheidet im April

Ob sie mit ihrer Schanze erfolgreich sein wird, wird sich zeigen. Im April ist Jurysitzung und am 24. Mai werden im Europapark in Rust die Landessieger gekürt, die sich dann für den Bundeswettbewerb qualifiziert haben.