Dem Luftsportverein Hayingen und seinem umtriebigen Vorsitzenden Udo Markert aus Dottingen ist ein echter Coup gelungen: Drei Jahre nachdem der kleine, aber feine Verein den Salzmanncup der Segelkunstflieger - eine Art Deutsche Vereinsmeisterschaft - ausgerichtet hat, sind dieses Jahr die Deutschen Meisterschaften dran. Die beginnen am 12. Juli und enden am 18. Juli. Die gesamte Veranstaltung dauert - mit Training und abschließendem Freestyle-Wettbewerb - sogar vom 9. bis 19. Juli.

Ganz aktuell ist der Nennungsschluss, der vor wenigen Tagen war. "45 Piloten haben sich angemeldet, was eine große Zahl ist", freut sich Udo Markert, der auch Cheforganisator des Wettbewerbs ist. Vor zwei Jahren bei der DM in Koblenz waren es noch 40 Teilnehmer, damals je 20 in der Advanced- und in der schweren Unlimited-Klasse. Diesmal ist diese weit besser besetzt, weil sich 29 Piloten an die schwersten Aufgaben heranwagen, die der Segelkunstflug bietet. Der Verein mit den meisten Mitgliedern am Start ist übrigens der gastgebende LSV Hayingen. Neben Udo Markert, der 2012 Deutscher Vizemeister in der Advanced-Klasse wurde, sind es Werner Kugler, Dennis Konieczny, Robin Kemter und Florian Fischer, die die Vereinsfahnen hochhalten werden.

Die Erwartungen sind aber nicht zu hoch gesteckt. Udo Markert: "Für mich wäre es ein Traum, wenn ich unter die ersten 15 komme. Alles zwischen 15 und 20 wäre richtig gut".

Gestartet wird der Wettbewerb am Samstag, 12. Juli. Am selben Abend findet die große Eröffnungsfeier statt, zu der sich bereits Landrat Thomas Reumann und Bürgermeister Robert Riehle angesagt haben. Während der Wettbewerbszeit herrscht Festzeltbetrieb. Es ist den ganzen Tag über bewirtet. Für einen Besuch der Meisterschaft wird kein Eintritt verlangt, betont Markert.

Die Siegerehrung wird am Freitag, 18. Juli, abends abgehalten. Es schließt sich die Abschlussfeier an, zu der Flieger-Prominenz erwartet wird.

Am Samstag, 19. Juli, gibt es aber noch einen Wettbewerb, der nicht mehr zur DM zählt. "Es handelt sich um einen Versuchsballon", sagt Markert. Gestartet wird im "Freestyle", was bedeutet, dass praktisch alles erlaubt ist. Piloten können mit ihren Maschinen Rauch erzeugen, können den Platz mit passender Musik beschallen, Figuren fliegen, die mit ihren Flugzeugen möglich sind. "Freestyle gibt es bereits im Motorkunstflug. Wir haben jetzt ein Reglement für den Segelkunstflug ausgearbeitet und wollen versuchen, ob sich das tatsächlich so realisieren lässt. Ich denke, dass dies vor allem auch für die Zuschauer ein sehr interessanter Wettbewerb sein kann", erklärt der Dottinger.

Ausklang am Samstagabend wird eine Rocknacht sein. Als Anheizer spielen die in der Region bereits bekannten Grannys Nightmare, ehe mit Power Age eine ganz starke AC/DC-Coverband auf den "Highway To Hell" führen wird. Fünf Euro wird der Eintritt für diese Veranstaltung kosten. In diesen Wochen ist der Hayinger Flugplatz bereits häufig Anlaufpunkt für Piloten, nicht nur aus der Republik, sondern auch aus der Schweiz.

So waren vergangenes Wochenende die drei Schweizer Marius Früh, Stefan Knecht und Jochen Reuter zu Gast auf der Alb. Sie werden außer Konkurrenz an der DM teilnehmen.