St. Johann Zwanzigstes Kartoffelfest auf dem St. Johanner Gestütshof

Gut gelaunt laden Vertreter der Organisatoren, Gastronomen und Landwirte zum 20. Kartoffelfest  ein.
Gut gelaunt laden Vertreter der Organisatoren, Gastronomen und Landwirte zum 20. Kartoffelfest  ein. © Foto: Alexander Thomys
St. Johann / ALEXANDER THOMYS 02.09.2016
Am 7. September zeigen Landwirte und Gastronomen wieder, was die Schwäbische Alb her gibt: Beim 20. Kartoffelfest auf dem St. Johanner Gestütshof.

Im Jahr 1997 ging das Fest samt dazugehörigem Bauernmarkt zum ersten Mal über die Bühne. Laut erstem Sitzungsprotokoll der Veranstalter sollte das Kartoffelfest den „Verbraucher wieder mehr an die heimischen Potenziale binden“. Ein bis heute gültiges Leitmotiv, das inzwischen zahlreiche Besucher aus nah und fern auf den malerisch gelegenen Gestütshof lockt, der mit seinen Fachwerkgebäuden und den landwirtschaftlichen Feldern im Umkreis ein tolles Ambiente für den Markt bietet.

Direkt in der Nähe des Gestütshofes wachsen auch wieder die Knollen, die dem Kartoffelfest seinen Namen gegeben haben. Dort können Kinder am 7. September auch – samt einer Kutschfahrt – beim Kartoffel-Wettlesen mitmachen und damit hautnah erfahren, wo die „Pommes“ herkommen. Übrigens: Genau dieses bei Kindern beliebte Kartoffelgericht wird es auf dem Bauernmarkt nicht geben. Hungrig bleiben muss trotdzem niemand: Die Biosphärengastgeber, Wirte aus der Region, bieten zum Kartoffelfest wieder über 30 Produkte rund um und mit der „tollen Knolle“. Wolfgang Speidel, der beim Kartoffelfest für die Küche seiner Ödenwaldstetter „BrauManufaktur“ werben wird, brachte es stellvertretend für alle gastgebenden Gastronomen auf den Punkt: „Wir zeigen die ganze Vielfalt der Kartoffel. Die Menschen werden sehen, dass die Kartoffel eben nicht nur Pommes sein muss.“ Beliefert werden die Köche natürlich mit Produkten aus der Region, welche die Besucher des Kartoffelfestes auch gleich an den Ständen der Direktvermarkter kaufen können.

Die „ganze Vielfalt“ der Gastronomen kommt beim Kartoffelfest trotzdem an ihre Grenzen. Bunte Kartoffeln, die es in den Vorjahren schon mal auf die Menükarten geschafft hatten, wird es in diesem Jahr nicht geben. „Die Skepsis bei den Besuchern war zu groß“, erklärt Speidel. Wer sich trotzdem an den verschiedenfarbigen Kartoffeln – bis hin zur lila Knolle – versuchen will, ist beim Testessen am Stand des Kreislandwirtschaftsamtes genau richtig.

Dort gibt es neben vielerlei Informationen zum Kartoffelanbau und zur gesunden Ernährung eben auch ein Testessen, bei dem vor Ort viele Kartoffelsorten gekocht zum Probieren bereit stehen. Für Kinder bietet das Landwirtschaftsamt zudem weitere Spielmöglichkeiten an. Das tun aber auch andere Anbieter auf dem Kartoffelfest – bis zum Korbflechten und Baumklettern ist für den Nachwuchs dabei einiges geboten.

Der Bauernmarkt wird um 10 Uhr eröffnet, um 11 Uhr folgt eine Talkrunde mit Landesoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, Landrat Thomas Reumann und dem baden-württembergischen Minister für den ländlichen Raum, Peter Hauk. Um 13.30 Uhr gibt sich dann die Gomadinger Wacholderkönigin Jasmin Strohm die Ehre. Beim Schupfnudel-Schaukochen wird sie unter anderem gegen Freiwillige aus dem Publikum antreten. Für musikalische Unterhaltung sorgt das „Uhlberg Duo“.

Das vom Haupt- und Landgestüt Marbach, den Biosphärengastgebern, dem Landkreis und der Gemeinde organisierte Kartoffelfest hat bis 19 Uhr geöffnet. Parkplätze stehen bereit, zum Fest kann aber auch prima gewandert werden. Und dank der Unterstützung des Biosphärengebietes  fahren Linienbusse bis zum Gestütshof. Mehr Infos hierzu unter www.kartoffelfest.info/service.

Geschichten und Rabattaktionen zum Jubiläum

Der zwanzigste Geburtstag des St. Johanner Kartoffelfestes wird am 7. September natürlich ausgiebig gefeiert. So wird es etwa eine Talkrunde geben, bei der einer der Köche der ersten Stunde von den Anfängen berichten wird. Bei den Direktvermarktern wird es einzelne Produkte geben, die um 20 Prozent günstiger angeboten werden. Hier ist das Angebot allerdings auf handelsübliche Mengen beschränkt, außerdem können die Anbietet die Rabattaktion immer wieder auf andere Produkte übertragen. „Um 12 Uhr wird sicher noch nicht alles weg sein“, verspricht Markus Mayer vom Arbeitskreis Direktvermarkter. Geschichten zum Geburtstag gibt es viele. „Beim ersten Kartoffelfest haben wir 17 Kilowatt Strom verbraucht – inzwischen sind es 200 KW“, erzählt Wolfang Speidel. ath

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