Kappishäusern Zusammenhalt macht’s möglich

In Feierlaune waren auch die Kleinsten beim Mönchlesfest in Kappishäusern.
In Feierlaune waren auch die Kleinsten beim Mönchlesfest in Kappishäusern. © Foto: Nadine Wilmanns
Kappishäusern / Nadine Wilmanns 12.06.2018

Die Anfänge hat das Mönchlesfest 2011 genommen, nun ist daraus eine fest etablierte Marke geworden. „In und um Kappishäusern machen alle Gruppen und Vereine mit – anders wäre so ein Fest auch gar nicht möglich“, erklärte Ortsvorsteher Dietmar Freudenberg. So zeigte das Fest auch den guten Zusammenhalt und die Gemeinschaft am rund 500 Einwohner starken Ort: „In jedem Haus in Kappishäusern ist in den vergangenen Tagen irgendetwas für das Mönchlesfest gemacht worden“, sagt Freudenberg. Bürgermeister Matthias Bäcker ist stolz auf seine Kappishäuser und eröffnete das Fest feierlich. Bald soll eine Mönchlesfest-Flagge die Ortschaft zieren, immerhin ist das Fest inzwischen Institution.

Gegenseitige Hilfe

„Es sind heute natürlich sämtliche Kohlberger hier, aber auch viele aus Neuffen“, so Freudenberg. Die Ortschaften fühlen sich einander besonders verbunden, da auch die Vereinsarbeit meist ortsübergreifend funktioniert. Der Posaunenchor etwa ist eine Gruppe aus Kohlberger und Kappishäuserner Musiker. „Daher bietet sich auch ein Zweijahresrhythmus an“, sagt Freudenberg. Schließlich veranstaltet Kohlberg sein Ortsfest auch alle zwei Jahre und so könne man sich gegenseitig helfen.

Dank dem Einsatz der Vereine, wurde den Gästen so einiges geboten. Der CVJM ist als erster Verein gefragt: Das Mönchlesfest wird traditionell mit einem Festgottesdienst eröffnet. Für das Essensangebot waren vor allem die Sing- und Sportfreunde zuständig, außerdem machte die Ortsgruppe des Albvereins Käsespätzle, der Landfrauenverein Kohlberg und Kappishäusern backte Waffeln und die Freiwillige Feuerwehr schenkte Getränke aus. In der Küche half die Neuffener Narrenzunft bei den Geschirrbergen.

Selbstverständlich dürfen bei einem solchen Fest die Mönchle nicht fehlen: Mitglieder der Sing- und Sportfreunde versorgten die Festbesucher stilecht in Mönchskutte mit Wein. „Eigentlich ist heute eher Bierwetter“, lachen Walter Ginkinger und Franz Schnitzler, die den Weinausschank im Griff haben.

Die Sing-und Sportfreunde bilden den größten Verein: Von Bambini bis Opa – für jedes Alter hat der Verein ein Angebot. Und auch hier ist das Miteinander mit den Nachbarn sehr willkommen: „Der Männerchor hatte nicht mehr genügend Sänger und hat sich daher mit dem Liederkranz Dettingen zusammengeschlossen“, berichtet Freudenberg. Wie gut das funktioniert, zeigten die Herren mit einem klangvollen Auftritt. Auch der Kindergarten hatte sich etwas überlegt, um die Festbesucher zu unterhalten: Die Kleinen schwenkten rechtzeitig zum Auftakt des Fußballwahnsinns in den passenden Trikots, hüpfend und springend, die Deutschlandfarben.

Ein besonderer Höhepunkt des diesjährigen Mönchlesfestes ist die Oldtimer-Ausstellung der Interessengemeinschaft Bergpreis Schwäbische Alb. Die Neuffener Truppe kam mit prächtigen Oldtimern vorgefahren, die von den Festbesuchern interessiert bestaunt wurden. Die Interessengemeinschaft möchte dafür werben, die Strecke des ehemaligen Bergrennens, das von 1963 bis 1983 in Neuffen gefahren wurde, mit den Oldtimern zu befahren – „langsam, um die Autos zu präsentieren, nicht als Rennen“, erklärt Michael Turco von der Initiative. Die ausgestellten Oldtimer sind auch alle aus der Zeit des legendären Bergrennens.

„Die Menschen interessieren sich sehr und viele fühlen sich an ihre Jugend erinnert, teilweise haben sie ja selbst so ein Fahrzeug besessen.“ Die Oldtimer seien eine echte Bereicherung, findet auch Freudenberg und spekuliert, dass die Neuffener auch beim nächsten Mönchlesfest in zwei Jahren wieder kommen.

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Mal haben bereits die Mönche Kappishäusern in einen Feiertaumel versetzt. Das Mönchlesfest ist ein fester Bestandteil der Ortskultur geworden und hat sich bewährt.

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