Die Zukunft des Metzinger Kinos ist nach wie vor ungewiss. Auch in der Vertreterversammlung der Volksbank Ermstal Alb am Mittwoch in Riederich gab es einige Nachfragen, was damit passiere. Der Vorstandsvorsitzende Martin Schnitzler legte zunächst die „wirtschaftliche Seite aus Banksicht“ dar. So habe man das Gebäude einst gekauft, um Erweiterungsmöglichkeiten zu haben. Der Wert liege nach all den Jahren bei null, man müsste im Grunde ordentlich investieren, denn es ist an der ein oder anderen Stelle durchaus marode. Dazu sei die Bank jedoch nicht bereit. In der Vergangenheit habe man Geld in die Hand genommen, um das Kino zu fördern, etwa durch eine billige Miete oder Spenden. In ein altes Gebäude zu investieren, dazu sei man aber nicht bereit, erklärte Schnitzler.

Auf eine Bitte aus den Reihen der Vertreter, das Kino doch zu erhalten, betonte er, das sei nicht die Aufgabe der Bank. „Wir sind keine Kinobetreiber, sondern wir tun das, wofür wir da sind.“ Ob an der Stelle des Kinos wirklich Parkplätze entstehen, wie schon einmal vermutet wurde, wird sich weisen. Denkbar wäre es durchaus, denn die Tiefgarage müsste man ebenfalls sanieren, was wohl eine Million Euro kosten würde. Bis Jahresende werde man das Thema in trockene Tücher bringen müssen, sagte Schnitzler in der Versammlung.

Gesprächsrunde aller drei Parteien

Darauf hoffen auch die Kinobetreiber. Die sehen nämlich nur am bisherigen Standort und Gebäude eine Chance für den Erhalt des Kinos, wie der Vorsitzende des Stadtjugendrings Urach, Thorsten Hail betont. Ein anderes Gebäude zu finden sei schwierig, Standort und Ausstattung seien in der Eisenbahnstraße perfekt. Der Stadtjugendring würde es darum gerne kaufen. Der Förderverein tagt, dabei wird Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler über die Zukunft des Kinos berichten. Thorsten Hail hofft auf eine Gesprächsrunde aller drei Parteien, Bank, Stadt und Kinobetreiber, die einen Weg weist, um das Kino zu erhalten.

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