St. Johann Zebrastreifen wird kommen

Die Fußbodenheizung im Ohnastetter Feuerwehrhaus ist über 40 Jahre alt. Ein Austausch soll die Heizkosten halbieren.
Die Fußbodenheizung im Ohnastetter Feuerwehrhaus ist über 40 Jahre alt. Ein Austausch soll die Heizkosten halbieren. © Foto: Alexander Thomys
Würtingen / Alexander Thomys 20.07.2018

Bemerkenswert kurz verlief die jüngste öffentliche Sitzung des St. Johanner Gemeinderates. Und doch wurden einige Dinge auf den Weg gebracht, die den Bürgern in der Kispelgemeinde weiterhelfen werden. Insbesondere die Gächinger profitieren: Von einem neuen Fußgängerüberweg in der Hauptstraße, den die rund 800 Einwohner mit großem Engagement eingefordert hatten.

Landkreis und Gemeinde zahlen

„Die Bürgerinitiative kommt nun ihrem Abschluss nahe“, erklärte St. Johanns Bürgermeister Florian Bauer einleitend, ehe er ausdrücklich das „großartige Engagement“ der Gächinger in den Vordergrund stellte. Die hatten sich zunächst mit einer Unterschriftensammlung für den Zebrastreifen stark gemacht und später, um ihre Forderung mit Argumenten zu verstärken, eine Verkehrszählung durchgeführt. Denn die Straßenverkehrsordnung stellt sehr präzise fest, wann ein Fußgängerüberweg gebaut werden darf – und wann eben nicht: So muss es in der Spitzenstunde mindestens 50 Fußgänger geben, welche die Straße überqueren wollen, bei gleichzeitig mindestens 200 Kraftfahrzeugen auf der Straße.

Die Verkehrskommission aus Landratsamt, Polizeipräsidium und Kreis-Straßenbauamt kam anschließend zu dem Ergebnis, auf Höhe des Gebäudes Nummer 9 in der Hauptstraße einen Fußgängerüberweg anzulegen. Der neue Zebrastreifen samt Beschilderung und Markierungen kostet etwa 7700 Euro, 4300 Euro trägt der Landkreis, die Gemeinde bezahlt 3400 Euro. Entsprechende Mittel sind im St. Johanner Haushalt eingestellt, sodass die Umsetzung zügig starten könnte. „Das ist ein schönes Zeichen: Wenn die Bürgerschaft an einem Strang zieht, kann sie auch etwas erreichen“, freute sich Schultes Bauer, der dann auch von einem „sehr schönen Tagesordnungspunkt“ sprach. Das sah der Gemeinderat ebenso: Einstimmig wurde für den Zebrastreifen in Gächingen votiert.

Infrarotheizung für Feuerwehr

Das Feuerwehrgerätehaus in Ohnastetten indes soll eine neue Heizung bekommen: Eine moderne Infrarotheizung soll die bestehende, elektrische Fußbodenheizung ersetzen, die im Jahr 1975 installiert wurde. Die alte Heizung arbeitet ohne Thermostat, läuft daher dauerhaft von Oktober bis April und verursacht rund 3000 Euro Heizkosten im Jahr. Eine neue Infrarotheizung, die automatisch nur im Bedarfsfall für Wärme sorgt, könnte die Heizkosten nahezu halbieren, erwartet die Verwaltung.

Rund 3000 Euro will die Gemeinde investieren, wobei drei Angebote von regionalen Betrieben eingeholt wurden. „Die Angebote sind aber nicht vergleichbar“, ärgerte sich Gemeinderat Claus Dollinger. Auch Ingrid Eißler-Bimek kritisierte die unterschiedlichen Hersteller der angebotenen Heizungen, dadurch sei eine Entscheidung schwierig.

Die Entscheidung nahm Schultes Bauer den Räten am Ende ab: Da es sich nur um eine niedrige Summe handeln würde, könnte er das wirtschaftlichste Angebot selbst in Auftrag geben. Zuvor, so versicherte der Bürgermeister, würden die Angebote nochmals geprüft und durchgerechnet. Gemeinderat Michael Früh unterstützte eine rasche Entscheidung und erinnerte daran, dass im kommenden Jahr ein neues Löschfahrzeug für die Abteilung Ohnastetten ausgeliefert würde. Erstmals handelt es sich dabei um ein wasserführendes Fahrzeug, welches besonders vor Frost geschützt untergebracht werden müsste.

Breitbandplanung steht

Gute Nachrichten hatte Bürgermeister Florian Bauer zuvor bereits bei den Informationen des Bürgermeisters bekannt geben: Die beauftragte Planung für das FFTB-Breitbandnetz in St. Johann wurde zwischenzeitlich fertiggestellt. In der kommenden Woche sollen die Ergebnisse der Verwaltung vorgestellt werden. Auf dem Weg zum schnellen Internet ist die Kispelgemeinde damit einen Schritt weitergekommen – dennoch ist weiter Geduld gefragt.

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