Tunnelsicherheit, Brandschutz, Rettungswege: "Allein auf den Bahnsteigen würde es im Katastrophenfall erhebliche Engpässe geben", sagt der pensionierte Ingenieur Hans Heydemann von den Ingenieuren 22. Am Donnerstag, 13. März, um 19 Uhr wird Heydemann im Foyer der Stadthalle die Sicherheit des Bahnprojekts analysieren und die seiner Ansicht nach erschreckenden Mängel und Lücken aufzeigen. Mit dem Satz "DKäs isch no lang it gässa" hatten beim Rosenmontagsumzug diese Woche in Stuttgart S 21-Gegner des Bahnprojekts protestiert. Dass die Sache noch nicht gelaufen ist, das betonen auch Gertrud Kleineikenscheidt und Karin Berkemer von der Aktionsgruppe K 21. "Es ist wichtig, dass wir den Bau weiterhin kritisch begleiten", sagt Berkemer. Gerade die in den vergangenen Monaten diskutierten Sicherheitsmängel bei der Planung hatten den Projektgegnern wieder Aufwind gegeben. "Wir möchten, dass die Leute nicht denken, durch den Bürgerentscheid sei ja ohnehin alles gelaufen. Es ist wichtig, dass die Leute sich informieren und an der Sache dranbleiben", sagt Kleineikenscheidt.

Grund genug für die Metzinger S 21-Kritiker, einen Fachmann zu holen, der Rede und Antwort stehen kann. "Das Bahnprojekt ist ja ein komplexes Thema", sagt Berkemer. Kleineikenscheidt und Berkemer sowie ihre Metzinger Mitstreiter haben sich mit dem Bau des Tiefbahnhofs jedenfalls nicht abgefunden. Sie fordern nach wie vor den Erhalt des Stuttgarter Kopfbahnhofs, daher auch der Name K 21. "Es ist doch das erklärte Ziel, den Bahnverkehr zu verbessern", sagt Kleineikenscheidt. Gerade deshalb sei sie für den Erhalt des Kopfbahnhofs. Auch zum jetzigen Zeitpunkt, trotz des Baubeginns, sei noch eine Umkehr möglich. "S 21 verbessert nicht den Bahnverkehr, sondern blockiert den Erhalt der Bahn in der Fläche", ist Heydemann überzeugt.

Info Die Metzinger Aktionsgemeinschaft K 21 lädt zum öffentlichen Vortrag am Donnerstag, 13. März, 19 Uhr ins Foyer der Stadthalle ein.