Grabenstetten Wetter bereitet Piloten Probleme

Der Vereins-Doppelsitzer vom Typ Duo Discus, an dem die Piloten gerade die letzten Vorbereitungen vor dem Start treffen.
Der Vereins-Doppelsitzer vom Typ Duo Discus, an dem die Piloten gerade die letzten Vorbereitungen vor dem Start treffen. © Foto: Privat
SWP 22.07.2014
Runde 14 in der zweiten Segelflug-Bundesliga am Wochenende brachte erst Hitze, dann Wolken und Regen am Sonntag: Der Erfolg für die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten hielt sich in Grenzen.

Bei sehr hohen Temperaturen wird es für die Piloten im Cockpit nicht nur anstrengender, sondern die Aufwinde sind meist auch schwächer und reichen nicht so hoch wie bei kühlerem Wetter. Manch ein Flieger wünscht sich dann in eines der gut besuchten Freibäder, die er von oben sieht. Nur zwei Piloten schafften es, die mindestens vorgeschriebenen vierzig Stundenkilometer zu erreichen. Bei Erich Sigel standen über der westlichen Alb 57 Stundenkilometer auf dem Tacho, bei Raphael Ladner reichte es für 52 Stundenkilometer in Richtung Ostalb. Ein dritter gültiger Flug kam, trotz der Versuche weiterer Piloten, nicht zustande.

Am Ende stand Rundenplatz 21 für die Flieger von der Vorderen Alb. In der Tabelle verlieren sie zwei Plätze und stehen jetzt auf Rang neun. An der Spitze der Tabelle konnte die Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd weiter an den führenden Flugsportclub Berlin heranrücken. Die Gmünder sind auch diesmal wieder nicht auf dem heimischen Hornberg, sondern im fränkischen Bayreuth gestartet, was ihnen schnelle Schnitte einbrachte.

Ein anderes Ereignis wirft unterdessen seine Schatten voraus: Vom 31. Juli bis 8. August veranstaltet die Fliegergruppe einen Streckenflug-Wettbewerb in Grabenstetten. Etwa 40 Segelflieger aus ganz Deutschland werden dazu erwartet. Im Unterschied zur Liga-Fliegerei, bei der jeder Pilot von seinem Heimatflugplatz startet und seine Leistung dann nur anschließend übers Internet mit anderen vergleichen kann, können die Piloten bei einem solchen zentralen Wettbewerb direkt und mit Sichtkontakt mit- und gegeneinander fliegen.

Täglich bekommen die Teilnehmer eine Flugstrecke von der Wettbewerbsleitung vorgegeben. Diese Flugstrecke müssen die Piloten dann mit möglichst hoher Durchschnitts-Geschwindigkeit bewältigen. Bei guten Leistungen qualifizieren sie sich für die Deutschen Meisterschaften im kommenden Jahr.