Die kreativen Ergebnisse von "Kunst in der Werkstatt integrativ Metzingen" (Kiwi) sind bis zum 4. November in einer Ausstellung im Foyer der Kreissparkasse Metzingen zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Durch das von Christine Thomas, Susanne Kohler und Sylvia Lechler angeleitete künstlerisch-kreatives Tun der Teilnehmer an verschiedenen Kursen und Projekten solle Vertrauen in das eigene Ausdruckspotential erlebt werden können, so Thomas bei der Ausstellungseröffnung. "Wir tragen dieses immense Potenzial von bildhafter Vorstellungskraft in uns", aber es müsse auch zum Ausdruck gebracht werden können. Diese schöpferische Kraft lasse sich aber nicht durch Regeln und Vorschriften bevormunden, erklärte sie die Vorgehensweise, dass es keine Bastelanleitungen oder Schritt-für-Schritt-Anweisungen gebe.

Stattdessen werden verschiedene Materialien zur Verfügung gestellt, die jeweils andere Sinneserfahrungen vermitteln. Holz dufte nach Wald und biete Widerstand, Farbe fließe und leuchte, nannte sie Beispiele. Aus einem unförmigen Klumpen feuchter Tonerde könnten Welten entstehen, beschrieb sie die Entstehung der Ausstellungsstücke von Köpfen über Engel bis hin zur Murmelbahn. Bekannt ist die "Kiwi" insbesondere durch Kunst- und Kreativ-Projekte zur Gestaltung des öffentlichen Raumes wie zum Beispiel auf dem Bahnhofsvorplatz oder beim Eisenbahnwaggon vor der Neugreuthschule, in der, wie auch in der Uhlandschule, die Aufenthaltsbereiche ebenfalls künstlerisch gestaltet wurden.

Derartige Projekte sollen dazu beitragen, dass junge Menschen sich selbst als "Mitgestalter der Stadt erleben, die Umgebung, in der sie aufwachsen, wertschätzen und sich heimisch fühlen", so die Kunsttherapeutin zu einigen Großprojekten unter freiem Himmel. Die Werke in der Ausstellung wurden teilweise auch von Erwachsenen in Kursen gefertigt, wie zum Beispiel in dem Workshop "Fast in Lebensgröße" mit Figuren in eben dieser Größe.

Die beiden verschiedenen Wahrnehmungen von der Welt sei ein wichtiges Ziel, so Sylvia Lechler. "Im gestalterischen Tun und im Spiel gestalten und verwerfen Kinder immer wieder ihre Welt."