Kiss, die Kindersportschule Metzingen-Neuhausen in der Trägerschaft der TuS und des TVN, darf mit Fug und Recht als ein Erfolgsmodell bezeichnet werden. Vor 20 Jahren installiert, werden derzeit rund 170 Kinder und Teenies in den Kursen der Kiss trainiert. Einen großen Anteil am Erfolg hatte Britta Maurer, seit 13 Jahren die innovative und engagierte Leiterin und der Motor der Kiss. Jetzt geht die Sportwissenschaftlerin in den Mutterschutz. Freilich nicht ohne ihre Nachfolgerin Sandra Büchl einzuarbeiten, sie in Metzingen und Neuhausen bei Vereinen und Einrichtungen vorzustellen und ihr alles an die Hand zu geben, was sie für die anspruchsvolle Leitung der Kiss braucht.

Die Voraussetzungen für die Fortführung des Erfolgs könnten nicht besser sein. Die fast 27-jährige Sandra Büchl kommt ursprünglich aus Ellwangen, ist ausgebildete Sport- und Gymnastiklehrerin und hat zudem eine Ausbildung als Bürokauffrau absolviert. Bislang arbeitete sie bei der Kiss in Sindelfingen und ist deshalb mit der Einrichtung Kindersportschule vertraut. „Der Umgang mit Kindern macht mir sehr viel Spaß“, sagt Sandra Büchl. „Ich freue mich riesig auf die Stelle.“ Büchl ist auch selbst sportlich aktiv, beim TSV Sindelfingen spielt sie Volleyball in der Bezirksliga.

Die Kindersportschule Metzingen-Neuhausen lädt Kinder und Jugendliche von drei bis 15 Jahren zu Sportkursen ein. Wobei sowohl die Mini-Kiss für Drei- und Vierjährige als auch die Jugend-Kiss  für 13- bis 15-Jährige in der Ära von Britta Maurer eingerichtet wurden. Die Kiss, ursprünglich ein Konzept des Schwäbischen Turnerbundes, bietet dem Nachwuchs Sport außerhalb der Vereine und zwar von Montag bis Freitag. In Zeiten der Ganztagesbetreuung ist es freilich schwieriger geworden, berichtet auch Britta Maurer. Die Wochenpläne der Kinder sind wesentlich strenger getaktet als noch vor einigen Jahren. Und auch bei der Hallennutzung muss die Kiss flexibler sein. Wegen der Nutzung durch die Schulen stehen Hallen zwei Mal pro Woche erst ab halb vier Uhr zur Verfügung.

Ganz unterschiedliche Sportarten hat die Kiss im Programm, vom Tischtennis bis zum Fußball. Maurer sieht den Vorteil der Kiss eindeutig in der Breite des Angebots, das sich besonders für Nachwuchssportler eignet, die sich nicht spezialisieren wollen. Bei der Kiss könne man zudem Sport treiben, ohne zu Wettkämpfen fahren zu müssen. Als Besonderheit bei der Kiss hebt Britta Maurer auch die reine Sport- beziehungsweise Bewegungszeit hervor. Die Übungsleiter bauen bereits vor Beginn der Sportstunde auf und bereiten die Halle vor und es gebe eine klare Konzeption.

Das breite Angebot der Kiss wird auch in Zukunft bestehen bleiben. Und sogar erweitert werden. Jedenfalls könnte sich Sandra Büchl vorstellen, eine weitere Mini-Kiss aufzubauen und mehr Camps anzubieten. „Vor allem bei den Kleinen ist die Nachfrage enorm“, bestätigt Britta Maurer.

Noch eine kurze Übergangszeit wird Britta Maurer zusammen mit Sandra Büchl, die seit 1. September bei der Kiss angestellt ist, in der Kindersportschule vor Ort sein. Danach heißt es Abschied nehmen für Britta Maurer. „Die Kinder werden mir sehr fehlen“, sagt sie. Wer sich für die Angebote der Kindersportschule interessiert kann sich melden über die Mailadresse Kiss-metzingen@gmx.de. Ein Online-Stundenplan ist über die Websites der TuS Metzingen und des TV Neuhausen verfügbar.