Gründungsversammlung am 23. Juni 1956, am 16. August 1959 das erste Verbandsspiel, Einweihung des Sportheims am 10. Juni 1961, 1962 sind die Fußballer zum ersten Mal aufgestiegen, 1970 wurde die Flutlichtanlage in Betrieb genommen, und wieder drei Jahre später ist mit dem Bau des großen Sportheims begonnen worden, ließ der Vorsitzende Hubert Werz die Geschichte der TSG Revue passieren. In den Annalen sei zu lesen, dass der Sportheimbau lange diskutiert worden sei, ob man es in dieser Größe überhaupt brauche. "Im Nachhinein war die Entscheidung richtig", sagte Werz. Mit dem Haus sei dem Verein das Ausüben der unterschiedlichsten Sportarten wie Tischtennis, Gymnastik, Zumba und Hip-Hop oder auch das Theaterspielen möglich, was es mit Gemeinderäumen so wohl nicht gegeben hätte. "Das Sportheim ist fast jeden Abend ausgelastet."

Während das Gebäude das Herz oder die Heimat für die Mitglieder sei, bildeten die AH'ler den Motor des Vereins. "Die sind immer da, bei jedem Fest, ohne die geht gar nichts", lobte Werz. Der vor wenigen Jahren neu gebaute Sportplatz sei Segen und Last zugleich. "Ein Aushängeschild und herrlich gelegen, aber er kostet auch unheimlich viel Geld." Wie schon bisher müsse auch zukünftig ins Sportheim investiert werden, "das Dach wird uns demnächst einholen", weshalb die Aktiven auch in Zukunft "rödeln müssen, damit wir das alles stemmen können". Aber schließlich habe der Verein auch eine soziale Verantwortung gegenüber den Kindern und Jugendlichen, die er lieber hier im Sportheim sähe, als "irgendwo, wo man nicht weiß, was sie tun".

Die TSG und er hätten nicht den besten Start gehabt, neckte Bürgermeister Florian Bauer und erinnerte an ein "Wahlkampfscharmützel in der Höhle des Löwen". Mittlerweile komme er sehr gerne hierher, man sei im Frühjahr sogar zum Dreamteam gewachsen. Das Benefizspiel im vergangenen Jahr zugunsten des Sohnes des während eines Fußballspiels verstorbenen Winfried Nau sei für ihn fast magisch gewesen und habe ihn tief berührt. "Da habe ich zum ersten Mal gemerkt, wie man in einem Verein zusammenwachsen kann und was Zusammenhalt bedeutet." Bauer dankte für das großartige Ehrenamt, das für die ganze Gemeinde geleistet werde.

Eine Erlebnisfahrt sei es jedes Mal für ihn, nach Upfingen und vor allem zum Sportheim auf der Wacht zu finden, schmunzelte Horst Beck. Der Verein könne stolz auf seine Fußballplätze sein, gratulierte der Bezirksvorsitzende des Württembergischen Fußballverbandes und überreichte als Geschenk, "weil 60 Jahre sind ja kein Jubiläum", einen Fußball. "Mit 550 Mitgliedern bei gerade mal knapp tausend Einwohnern liegen Sie weit über dem Durchschnitt des Sportkreises und sogar des Landes", sagte der Sportkreis-Vorsitzende Karl-Heinz Walter. In Upfingen sei es nämlich so, dass man, entgegen rückläufiger Tendenzen in der allgemeinen Vereinslandschaft, fast "in den Verein hinein geboren wird". Das Vereinsleben funktioniere seit Jahren erfolgreich, weil "Menschen ehrenamtliche Arbeit leisten und den Verein mit großen Investitionen durch Höhen und Tiefen gebracht und zukunftsfähig aufgebaut haben". Deshalb sei es mehr als bedeutungsvoll, dass Vereine bestehen bleiben, denn "sonst brennt Ihnen der Kittel", betonte Walter mit einem Seitenblick auf Bürgermeister Bauer, dass "Vereine die Basis zur Weiterentwicklung und für das gemeinsame Gestalten einer Kommune" seien. Blieb Ortsvorsteher Helmut Schepper das letzte Grußwort. Die TSG habe eine der schönsten Sportanlagen der Region. "Dies war nur möglich, weil sich die Mitglieder stets zu ihrem Verein bekennen."

Mit fetzigen Tänzen umrahmten die Hip Hop-Gruppen den Abend und wurden dafür mit viel Applaus belohnt. Zum Schluss des offiziellen Teils überraschte Werz noch die Gründungsmitglieder Willy Reichenecker (Ehrenvorstand), Helmut Glaß, Georg Berger, Willi Reichenecker, Wilhelm Munz und Hans Feucht: Er ernannte sie zu Ehrenmitgliedern.

Ehrenzeichen für verdiente Mitglieder

Zahlreiche Ehrenzeichen für verdiente Mitglieder hatte Karl-Heinz Walter, Vorsitzender des Sportkreises Reutlingen, dabei. Dominik Ruoff und Matthias Gekeler wurden mit der Ehrennadel der württembergischen Sportjugend ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Bronze des WLSB (Württembergischer Landessportbund) ging an Andreas Mutschler und Markus Blankenhorn. Die Nadel in Silber für langjährige verdienstvolle Tätigkeit für den Sport erhielt Rolf Dümmel. Michael Schill, Markus Nau und Werner Groß wurden mit der Ehrennadel in Bronze geehrt. Und da war noch Dieter Larisch. "Bei ihm gibt es eine Lücke", witzelte Walter. Der Ehrenvorstand hat zwar etliche Preise für sein Engagement erhalten, aber einer würde fehlen und den hätte er dabei. "Die Sportkreis-Ehrennadel in Gold."

SWP