Donnstetten Warten auf Weihnachten und den Erlöser

Kaum Platz fanden die vielen Sänger zu ihrem Adventskonzert in der Donnstetter Kirche.
Kaum Platz fanden die vielen Sänger zu ihrem Adventskonzert in der Donnstetter Kirche. © Foto: Margit Weber
MARGIT WEBER 15.12.2015
Lieder für den Advent, die Geschichte einer alten Dame und eine nahezu volle Kirche: Die Donnstetter Chöre luden zum Adventskonzert mit Stücken, die zum Träumen einluden und unter die Haut gingen.

"Machet die Tore weit" lautete das Motto, unter dem die Donnstetter Chöre dieses Jahr das Adventskonzert gestellt hatten. Dies war auch nötig, um die vielen Besucher in die St. Georgskirche einzulassen. Kaum ein freier Platz war noch zu haben, um den fünf Chören zu lauschen.

Den bunten Reigen der auf Weihnachten einstimmenden Lieder eröffneten die in leuchtend orange gekleideten Kinder unter der Leitung von Martina Sturm. Mit "Glitzersternchen", "Winke kleiner Stern", "Kleines Licht aus Bethlehem" und "Singt mit uns vom Frieden" sangen sich die Kleinsten in die Herzen des Publikums. Stimmgewaltig ging es mit allen Chören gemeinsam weiter mit der kleinen Kantate "Gelobt sei der da kommt" von Klaus Heinzmann. Begleitet wurden die Sänger von fünf Bläsern des Musikvereins. Die vielen Sänger fanden kaum Platz in der Dorfkirche.

Der Jugendchor wartete mit fünf englischsprachigen Liedern auf. Die Gospelsongs erzählten davon, wie die Menschheit auf Weihnachten, auf den Erlöser warten, auf das Klopfen an der Tür hoffen und mit "Praise the Lord" das Halleluja besangen. "Alles und jeder ist Gott, ich will mein Leben für Gott leben", lautete ihre Botschaft. Die Männerstimmen unterstrichen die Gospels überaus harmonisch und verliehen ihnen Nachdruck.

Pfarrerin Annedore Hohensteiner erzählte eine Geschichte einer alten Dame. Diese träumte nachts von Gott, der zu ihr sprach und seinen Besuch ankündigte. Dreimal kam er zu ihr: in Form einer Nachbarin, eines Hausierers und einer alleinerziehenden Mutter. Obwohl die alte Dame mit Kaffee und Gebäck vorbereitet war, erkannte sie nicht, dass in jeder Person Gott war und schickte alle wieder weg.

Den dritten musikalischen Teil übernahm der Chor InTakt. Acapella eröffneten sie ihre Liedfolge mit "December again". Flott und beschwingt wurde es in der Kirche mit dem Ohrwurm "Mister Santa". Wippende Füße und Köpfe der Gäste sowie der Beifall zeigten den Sängern, dass sie eine gute Liedauswahl getroffen hatten. "Heiland der Welt" - ein etwas melancholisches Stück verführte die Gäste zum Träumen. Martina Sturm begleitete die Chöre am Keyboard, wobei an manchen Passagen die Führung des Chors (auch bei den Männern zu beobachten) etwas darunter litt.

Wie bereits im vergangenen Jahr hatte der Männerchor Verstärkung aus Trailfingen erhalten. Unter der Leitung von Hartmut Rommel eröffneten die Männer beeindruckend ihr Programm mit "Es ist ein Ros entsprungen". Mit "Lobt Gott, ihr Christen allzugleich", "Freut euch, ihr Christen" und "Christ, der Retter ist geboren" führten sie zielgerichtet auf den Heiligen Abend hin. Zum Ende des Konzerts sang schließlich der Gemischte Chor vier Weihnachtsweisen. Die "Weihnachtshymne" aus der Feder von Mendelssohn Bartholdy ging mit der Begleitung der Orgel unter die Haut.

Zum Finale des auf den Advent einstimmenden Abends sangen noch einmal alle Chöre gemeinsam "Machet die Tore weit" von Andreas Hammerschmidt. Die vielen Sänger, begleitet von den Bläsern und der Orgel, verliehen dem Cantus die entsprechende Mächtigkeit der Aussage. "Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe." Der anhaltende Applaus der Gäste in der Kirche belohnte die vielen Sänger für ihr rundum gelungenes Adventskonzert.