Frickenhausen VR-Bank Hohenneuffen-Teck auf Erfolgskurs

Das Vorstands-Trio der VR-Bank ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2017, der Erfolgskurs wurde nahtlos fortgesetzt: Stefan Gerlach, Bruno Foldenauer und Thomas Krießler (von links).
Das Vorstands-Trio der VR-Bank ist zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2017, der Erfolgskurs wurde nahtlos fortgesetzt: Stefan Gerlach, Bruno Foldenauer und Thomas Krießler (von links). © Foto: Kirsten Oechsner
Frickenhausen / Kirsten Oechsner 22.02.2018

Für die VR-Bank Hohenneuffen-Teck ist es 2017 gut gelaufen, dieses Resümee hat zumindest Bruno Foldenauer bei der Bilanz-Pressekonferenz vermeldet. Der Vorstands-Sprecher blickte auf ein so nicht erwartetes „absolut zufriedenstellendes“ Geschäftsjahr zurück. „Unseren Erfolgskurs der Vorjahre haben wir nahtlos fortgesetzt“, erklärte Foldenauer. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Der Bilanzsummenzuwachs stieg um 42 Millionen Euro oder 5,8 Prozent auf 761 Millionen Euro.

Kundennähe zahlt sich aus

Dabei seien die Rahmenbedingungen für regionale Banken zunehmend anspruchsvoll, eine Zinswende seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) liege nach wie vor in weiter Ferne. Aber, so Foldenauer: „Wir sind gegen den Trend in manchen Bereichen gewachsen.“ So wurde nach mehreren starken Vorjahren das Kreditgeschäft erneut ausgeweitet, sowohl im Firmenkunden- als auch im Privatkundengeschäft sei die Nachfrage enorm gewesen: „Wir konnten rund 100 Millionen Neukreditgeschäft verzeichnen.“

Mit einem deutlichen Plus von 26 Millionen Euro, das entspricht 5,1 Prozent, auf 535 Millionen konnte die VR-Bank wieder einen neuen Höchststand erzielen. Vorstandssprecher Foldenauer führt dies vor allem auf das „robuste und wirtschaftlich gute Umfeld mit einem hohen Beschäftigungsgrad“ zurück.

Zudem würde es „die große Bedeutung der Bank für die heimische Region“ belegen. Gestiegen seien auch die Kundeneinlagen um 24 Millionen Euro (4,2 Prozent): „Die Zahlen beweisen, dass sich Kundennähe auszahlt.“ Auch wenn laut Vorstandsmitglied Thomas Krießler der Spagat zwischen Präsenz in der Fläche und Forcierung der Digitalisierung nicht immer leicht sei.

Online-Banking wird häufiger

Für eine Bank in der Größe der VR-Bank Hohenneuffen-Teck sei die Zahl von 15 Geschäftsstellen plus vier Selbstbedienungs-Stellen überproportional hoch – dabei solle es auch bleiben. „Wir haben uns bewusst gegen Filialschließungen entschieden, die Nähe zum Kunden zeichnet uns aus“, unterstreicht Foldenauer. Zu Jahresbeginn wurde jedoch ein neues Filialkonzept eingeführt, das sich den veränderten Bedürfnissen der Kunden anpasse. Es würden immer weniger Serviceleistungen vor Ort nachgefragt und die Kundenfrequenz sinke – 50 Prozent der Kunden nutzen bereits immer häufiger Online-Banking. Auch die im Frühjahr 2017 angelaufene Online-Geschäftsstelle werde laut Krießler sehr gut angenommen, dasselbe gelte für die Telefongeschäftsstelle. Deshalb seien Servicezeiten zum Teil eingeschränkt worden, aber in allen Filialen würden weiterhin ganztägige Beratungen angeboten.

Die VR-Bank Hohenneuffen-Teck unterscheidet seit Januar vier Filialtypen: An sechs Standorten existieren sogenannte Voll-Service-Filialen mit einem komplexen Service- und Beratungsbereich und langen Öffnungszeiten. Die sind in den mittleren Basis-Service-Filialen eingeschränkt, die Kleinstgeschäftsstellen in Gutenberg und Schopfloch haben stundenweise geöffnet und darüber hinaus existieren vier reine Selbstbedienungs-Stellen. „Wir bieten durch das neue Konzept mehr Zeit für das persönliche Gespräch, ohne dass die Kunden auf die Erreichbarkeit vor Ort verzichten müssen“, so Foldenauer.

Gute Aussichten

Unter dem Strich, so die betriebswirtschaftliche Bilanz von Vorstand Stefan Gerlach, weise die VR-Bank ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 6,7 Millionen Euro auf Vorjahresniveau aus. Nun geht es optimistisch ins neue Geschäftsjahr: „Wir haben Lust auf Zukunft“, beschriebt Vorstandssprecher Bruno Foldenauer das Motto.

5,8

Prozent mehr Zuwachs hatte die VR-Bank Hohenneuffen-Teck im vergangenen Jahr. Damit hat sich die Bilanzsumme auf 761 Millionen Euro gesteigert.

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