Albverein Vorstand händeringend gesucht

Erich Huber, kommissarischer Vertrauensmann, hofft auf einen Nachfolger.
Erich Huber, kommissarischer Vertrauensmann, hofft auf einen Nachfolger. © Foto: Alexander Thomys
Böhringen / Alexander Thomys 14.02.2018

Es dürfte eine weichenstellende Versammlung werden: Am Freitag, 23. Februar, kommen um 19.30 Uhr die Mitglieder der Ortsgruppe Böhringen des Schwäbischen Albvereins im Gasthaus Hirsch zusammen. Bei der öffentlichen Mitgliederversammlung muss ein neuer Vorstand gewählt werden, nachdem Vertrauensmann Rainer Bächtle kurz vor den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Ortsgruppe im vergangenen Jahr zurückgetreten war (wir berichteten).

Kassierer Erich Huber sprang als kommissarischer Vertrauensmann ein, es soll wieder eine reguläre Wahl stattfinden. Nun schlägt Huber Alarm: Trotz zahlreicher Gespräche ist noch kein Kandidat für den Posten des Vertrauensmannes oder seines Stellvertreters gefunden. Letztere Position war schon im vergangenen Vorstand vakant. „Wir hatten schon immer Probleme, die Posten im Vorstand besetzt zu bekommen“, erinnert sich Huber. Doch nun geht es um die Existenz des Traditionsvereins. „Ich kann derzeit noch nicht sagen, wie das ausgeht“, sagt der kommissarische Vertrauensmann.

Huber selbst, noch für vier Jahre als Kassierer gewählt und seit 20 Jahren im Amt, will nicht einspringen – zumal dann ein neuer Kassierer gefunden werden müsste. „Diese beiden Ämter beißen sich“, stellt Huber klar. „Ich bin ja schon 63 Jahre alt, da will man nicht zwingend etwas Neues anfangen.“ Gleichwohl würde Huber als Kassierer weitermachen, ein neuer Vertrauensmann würde nicht alleine da- stehen.

Auch an Helfern mangelt es in der Ortsgruppe mit der engagierten Akkordeongruppe und der Volkstanzgruppe nicht. „Viele Mitglieder sagen uns, dass sie bereit sind zu helfen“, betont Huber. „Aber in vorderster Reihe will niemand stehen, da ist keiner bereit ein Ehrenamt zu übernehmen.“ Einige jüngere Kandidaten könnten sich erst später engagieren: „Wir haben einige junge Familien, da stehen Kinder und der Hausbau an erster Stelle.“

Huber setzt dennoch weiter auf Gespräche mit möglichen Kandidaten. „Es gibt viele, die die Trommel rühren und potenzielle Kandidaten ansprechen“, berichtet der kommissarische Vertrauensmann, der deshalb sagt: „Wir müssen auf die Generalversammlung bauen. Es wird sich schon eine Möglichkeit finden, dass wir nicht von heute auf morgen aufhören.“