Rotes Kreuz Vier Jahrzehnte Engagement für ihre Mitmenschen

Andreas Glück (links) und Hülbens Bürgermeister Siegmund Ganser gratulieren Steffi Kächele.
Andreas Glück (links) und Hülbens Bürgermeister Siegmund Ganser gratulieren Steffi Kächele. © Foto: Wieland Lehmann
Hülben / Wieland Lehmann 18.07.2018

Es ist geradezu ein idyllischer Platz am Ortsrand der Gemeinde – die Hülbener Sängerwiese. Umstanden von Bäumen lädt der Platz so recht zu kulturellen aber auch gemeinschaftlichen Festen und Ereignissen ein. Es gehört zur Tradition des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes, dass sich hier die Mitglieder jährlich zum Helferfest zusammenfinden. So auch am Samstag. Was da so an Kulinarischem auf die Biertische kam, lässt sich nur mit einem Wort zusammenfassen: lecker. Doch es ging nicht nur um gemeinschaftliches Zusammensein.

Bürgermeister Siegmund Ganser ist seit zehn Jahren Vorsitzender des Ortsvereins. Sollte seine Ehrung der Höhepunkt des Abends sein? Keinesfalls, denn er ehrte auch Katrin Scheu für zehnjährige treue Dienste, Barbara Scheu für 20 Jahre und Steffi Kächele für 40 Jahre. Solcherart Ehrungen gehören durchaus zu den Höhepunkten des Lebens der Vereine. Doch an diesem Nachmittag gab es eine ganz besondere Ehrung. Steffi Kächele erhielt die bronzene Verdienstmedaille der Gemeinde für besondere Verdienste.

Mit 16 Jahren nahm Steffi Kächele an einem Erste-Hilfe-Kurs teil. Diese Art des Helfens gefiel ihr, sodass sie auch weitere Ausbildungen absolvierte und zu einem aktiven Mitglied des DRK-Ortsvereins wurde. Doch nicht nur bei den Rettungseinsätzen leistete sie verdienstvolle Arbeit, sondern wirkte auch bei den „Helfern vor Ort“ mit. Dass die Blutspendetermine solchen Zulauf haben, ist auch ihrer Aktivität zu danken. Sie nehme eine „herausragende Stellung“ ein, hieß es in der Begründung der Auszeichnung im Gemeinderat. „Nicht nur, dass sie egal zu welcher Tageszeit aufopferungsvoll zur Stelle ist, übernimmt sie im Verein auch wichtige Funktionen“, hieß es weiter. Seit vielen Jahren ist sie die Finanzchefin des Vereins.

Eine aktive Truppe

War darin von der „guten Seele des Vereins“ die Rede, brachte der Bürgermeister ihre Stellung auf einen familiären Nenner: sie sei „die Mutti der Truppe“. Ja, der Ortsverein sei eine „kleine, nette, gut funktionierende Familie“, konstatierte Siegmund Ganser. Die Bürger fühlten sich durch das DRK wohl und sicher. Andreas Glück, Landtagsabgeordneter der FDP und Präsident des DRK-Kreisverbandes, betonte, dass er immer wieder gern nach Hülben komme, zumal der Ortsverein eine der aktivsten Bereitschaften im Kreis sei. Es sei eben „ein Super-Haufen“. Und die Mitglieder machten nicht nur eine wichtige Arbeit, sondern diese mache ihnen auch Freude. Und das will etwas heißen, vor allem bei den Einsätzen, nach denen man nicht so schnell zur Ruhe kommen kann.

Auch die Bereitschaft selbst hatte eine Überraschung für Steffi Kächele. Verena Bauschbach und Christoph Kächele überreichten ihr ein Bild mit Erinnerungsfotos, die die Geehrte bei unterschiedlichen Situationen zeigten. Der Abend verlief dann ganz einem Helferfest gemäß. Es wurde gesungen, Christoph Kächele und Andreas Glück spielten Gitarre.

Die Kinder verschafften sich Bewegung beim Fußball, an der Feuerstelle wurde Stockbrot gebacken. Es war eben wie bei einer großen Familie. Da hatte der Abend bei der Jugend auch erst gegen zwei Uhr nachts ein Ende. Klar, dass auch ein solches Fest die DRK-Gemeinschaft stärkt und Kraft gibt für kommende Einsätze und Herausforderungen der Zukunft.

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