Metzingen / NORBERT LEISTER  Uhr
Bummel und Rummel in einem: Am Freitag streiften Schüler und Eltern gemeinsam am Metzinger Gymnasium durch die ganze Welt mit länderspezifischen Aktivitäten und kulinarischen Spezialitäten.

Cheerleader bauten auf der Bühne Menschen-Pyramiden, an einer Imbissbude gab es Burger, Pommes und mehr - nicht schwer zu erraten, mit welchem Land sich die durchführenden Schüler verbunden fühlten. Ebenso wenig im Casino, wo Stephan Salzer erläuterte, was dort alles gespielt werden konnte. Allerdings unter einer Vorgabe - Glücksspiele mit Geldgewinnen waren natürlich verboten. Und so gab es stattdessen beim Black Jack, Poker, Roulette, Geigel oder Glücksrad Essensgutscheine zu ergattern. "Es sind 58 Projekte, die von Schülern oder Lehrern vorgeschlagen wurden", erläuterte Leonie Ott vom Organisationsteam. Jede Schülerin, jeder Schüler von der ersten bis zur letzten Klasse konnte anschließend drei Projektwünsche abgeben. Gute Ideen gab es also jede Menge am Freitag beim abschließenden Schulfest zu sehen, wie das Bayernland, wo junge Damen im Dirndl auftraten. Italienische Kunst gab es in einem anderen Klassenzimmer zu sehen, viele, viele ländertypische Spezialitäten im ganzen Schulhaus zu testen.

Doch damit noch lange nicht genug. Eine Modenschau wurde ebenso präsentiert wie einige Aktivitäten auf der Bühne der Neuen Aula: Capoeira, die brasilianische Kampf-Tanz-Kunst-Art mit Musik etwa.

Die Gruppe um Katja Polnik erhielt viel Applaus für ihren Auftritt, ebenso wie die Cheerleader. Dabei waren alle Aktivitäten minutiös geplant und wurden vom Orga-Team angekündigt und überwacht. Kreatives Chaos schien da im SMV-Zimmer zu herrschen oder "geordnetes Durcheinander", wie es Leonie Ott bezeichnete.

In anderen Klassenräumen informierten Schüler über das Waffenrecht, ein Workshop bot an, Kurzfilme zu drehen, Informationen satt gab es zu "Asyl - auf der Flucht". Das Fazit: Eine breite Vielfalt wurde also an diesem Freitagnachmittag geboten, lud zum Schlendern über den Jahrmarkt der gymnasialen Aktivitäten ein, die Bereiche Sport und Musik waren dabei ebenso vertreten und forderten zum Mitmachen ein wie das Wiener Café-Haus zum Verweilen. Oder etwas ganz Besonderes: "Wie das Farbenfestival in Indien hatte eine Gruppe dazu eingeladen, das Schulhaus zu streichen", so Ott.