Glems Vernissage in Glems : "Be Pink"

In diesem Bild dominiert die Farbe Pink. Foto: Melissa Schaich
In diesem Bild dominiert die Farbe Pink. Foto: Melissa Schaich
Glems / MELISSA SCHAICH 26.09.2012
In der Glemser Kulturkneipe "Hirsch" drehte sich am Sonntag alles um den Ausdruck von "Farben und Formen". Bilder, die gleichsam als Energiequellen wirken sollten, werden für Kunstinteressierte ausgestellt.

Als eine Gruppe von Individualisten bezeichnen sich die vier Künstlerinnen Brunhilde Dubocage, Marita Funk, Christine Lang und Dorothea Pleikies. "Individualsimus" im Sinne von Eigensinnigkeit, eigenständigem Denken und Selbstverwirklichung spiegelt sich deswegen auch in hohem Maß in ihrer Kunst wieder. Doch Selbstverwirklichung wird hier nicht als isolierter, sich selbst genügenden Vorgang praktiziert, sondern durch die Arbeit im Team, in der Gemeinschaft, erst angeregt. Deshalb hat sich die Künstlergruppe "Atelier für Farbvisionen" ein Gemeinschaftsatelier gemietet, in dem sie sich zum Ziel setzt, die Schwingungen von Gedanken, Zuständen und Situationen in Bilder umzusetzen.

Zu Beginn der Vernissage trug Norbert Morgenstern einige zum Teil selbst geschriebene Gedichte vor, in denen er das engstirnige Streben nach einem Ideal, auf dessen Weg alles andere übersehen wird sowie die Gier nach Macht und Geld und schließlich die Liebe, Güte und den Frohsinn als vergessene Qualitäten in Reimen zum Leben erweckte.

Daraufhin erklärte Marita Funk enthusiastisch, wie die Künstlerinnen sich gegenseitig Impulse gäben oder sich einander behilflich seien, wenn es um die Fertigstellung eines Bildes ginge, wobei auch mal ein wohlgemeintes "Lass jetzt die Finger von dem Bild" vorkommen könne. Als Vorlage für die Bilder dienen den vier Frauen verschiedene Motive, doch nach gewisser Zeit würden sich ihre Bilder in ihren eigenen Emotionen und Ausdrucksweisen verselbstständigen. Sie betont, dass ihre Bilder "aus dem Innersten heraus entstehen". So wirken die vier Frauen nicht nur als Künstlerinnen, sondern auch als Energetikerinnen. Marita Funk erklärt, dass jeder Kunstprozess Energie freisetze. Diese Energie könne man sogar messen. Jedes Bild nehmen sie deshalb als Energiequelle wahr, und die aus ihr enstehenden Energiewellen könnten dann von jedem wahrgenommen werden. Um diese besonderen Schwingungen zu erzeugen, benutzen sie unter anderem zum Beispiel Quarz, eine Mischung aus Farbe und Sand, die den Bildern eine Tiefenwirkung verleiht. Zur Verwendung kamen außerdem auch Aura-Soma-Essenzen. Diese Farben sollen eine Verbindung der innerlichen Befindlichkeit zu dem äußeren Erscheinungsbild herstellen, was bedeutet, dass die seelisch-geistige Verfassung in der Farbwahl widergespiegelt wird.

Abschließend weist Marita Funk darauf hin, dass einige ihrer Bilder die Arbeit mehrerer Jahre seien, während, durch die offene und spontane Prozessmalerei, Bilder auch an einem einzigen Nachmittag nach drei Sitzungen fertig seien.

Während der nächsten vier Wochen werden die Werke der Künstlerinnen jeden Sonntag ab 15 Uhr im "Hirsch" in Glems ausgestellt und zum Verkauf angeboten.

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