In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben sich heute die Upfinger Vereine sowie die Feuerwehrabteilung Upfingen zur Wahl des Ortsvorstehers geäußert. Einzige Ausnahme sind die Upfinger Spielplatzfreunde, die eine eigene Stellungnahme verfasst haben. Die gemeinsame Pressemitteilung trägt die Überschrift „Denn Sie wissen nicht was Sie tun!!“. Die Vereinsvertreter werten das Votum des St. Johanner Gemeinderats gegen Helmut Schepper als „deutliche Ansage gegen gegen unseren Ortsvorsteher, den Ortschaftsrat, die Vereine und die Dorfgemeinschaft.“ Damit werde St. Johann gespalten und nicht zusammengeführt. Helmut Schepper, so heißt es in der Pressemitteilung, habe sich große und vielfältige Verdienste um die Gemeinde und insbesondere um Upfingen erworben: „Wie die Ortschaftsräte stehen auch die Upfinger Vereine hinter Helmut Schepper.“ Die Vereine appellieren zugleich an den neue Gemeinderat, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken.

Bürgermeister Florian Bauer

St. Johanns Bürgermeister Florian Bauer reagiert auf die Stellungnahme der Upfinger Vereine mit einer gewissen Ratlosigkeit, wie er zugibt. Die Suche nach einem Kompromiss gehe selbstverständlich weiter, betont er. Es gelte, Gespräche zu führen, auch mit dem Gemeinderat.

Tatsache sei allerdings auch, dass die Wahl eines Ortsvorstehers über zwei Stufen erfolge. Der Ortschaftsrat wähle einen Kandidaten und schlage diesen dem Gemeinderat vor. Endgültig gewählt werde der Ortsvorsteher vom Gemeinderat. Gebe es hier keine Lösung, solle ein Ergebnis mit Hilfe von Verhandlungen herbeigeführt werden, so jedenfalls laute die gesetzliche Sprachregelung.

Hier der Wortlaut des Schreibens:

Ein Rumoren ging durch den Sitzungssaal des St. Johanner Rathauses nach der negativen Entscheidung zur Wahl des Ortsvorstehers von Upfingen. Und genauso geht ein Rumoren durch die Vereine beziehungsweise den Ortsteil. Man fragt sich, was steckt dahinter? Warum kann der neu gewählte Gemeinderat nicht dem Vorschlag des Ortschaftsrates folgen? Zumal der Beschluss beziehungsweise Vorschlag einstimmig war und dies von gewählten Mandatsträgern aus dem Ortsteil vorgeschlagen wurde.

Wie soll es weitergehen?

Wie soll das weiter gehen – wenn einstimmige Vorschläge des Ortschaftsrates in der ersten Sitzung des Gemeinderats St. Johann einfach respektlos ignoriert werden? Jedenfalls ist dies kein Weg zu einem gemeinsamen St. Johann, im Gegenteil, das war eine eindeutige Ansage gegen unseren Ortsvorsteher, den Ortschaftsrat, die Vereine und die Dorfgemeinschaft. Hier wird St. Johann eher gespalten als zusammengeführt. Die Mitglieder unserer Vereine sehen diese Ansage sehr kritisch. Dadurch wird die Hilfsbereitschaft der Vereine für gemeindliche Aktionen sicher nicht gestärkt!! Das Leben besteht aus Nehmen und Geben. Entweder haben die neuen Räte darüber nicht nachgedacht oder aber sie haben aus Unwissenheit um die Leistungen von Helmut Schepper gehandelt oder aber es ist ihnen einfach egal.

Sehr viel für die Vereine geleistet

Man bedenke, Helmut Schepper ist kein Mandatsträger mehr. Er kann an den Sitzungen des Gemeinderates nur noch mit beratender Stimme teilnehmen. Für den Ortsteil und die Upfinger Vereine ist Helmut Schepper ein Mann mit über 30 Jahren Erfahrung und Hilfsbereitschaft. In diesen 30 Jahren hat Helmut Schepper sehr viel für die Vereine und somit auch für die Dorfgemeinschaft und die Gemeinde geleistet. Sicher ist, dass ohne seinen Einsatz und das Engagement die Upfinger Vereine nicht da stünden wo sie heute stehen.

Viel für die Gemeinde geleistet

Helmut Schepper hat sich immer für die Belange und Probleme der Upfinger Vereine eingesetzt und hat so auch maßgeblichen Anteil am intakten Dorfleben in Upfingen. Weiterhin hat er auch sehr viel für die Gemeinde St. Johann geleistet. Sei es als ehemaliger Vorsitzender des Tourismusvereines St. Johann, der als Initiator den Kauf des Loipenspurgerätes anregte, der die St. Johanner Loipen unentgeltlich spurt, für die Gemeinde die Vermietung der Festhütte „Sängerruh“ und deren Instandhaltung verantwortlich zeichnet, und und und! Die Dorfgemeinschaft hätte kein Schlachthaus mehr und der Musikverein Upfingen kein Vereinsheim.

Ein Mann der Tat

Auch den Spielplatz in Upfingen würde es wohl ohne seinen Einsatz so nicht geben. Hier stellt sich für uns die Frage, ob diejenigen „die da abgestimmt haben“, das überhaupt wissen??? Helmut Schepper ist ein Mann der Taten und nicht der Sprüche. Wie die Ortschaftsräte stehen auch die Upfinger Vereine hinter Helmut Schepper. Sicher waren seine Entscheidungen, die er letztendlich im Einvernehmen der Gemeinderatsmitglieder der Freien Wähler St. Johann als Listenführer vertrat, nicht für jeden Gemeinderat verständlich. Aber dazu sind wir eine Demokratie. Ohne kritische Fragen beziehungsweise Anregungen funktioniert kein Gemeinderat. Nicker gibt es genug!!

Appell an die Gemeinderäte

Seine Entscheidungen waren sicher zum Wohle der Gemeinde. Ob die Entscheidungen bei der Wahl der Ortsvorsteher zum Wohle der Gemeinde gefallen sind, lässt sich sicher kritisch hinterfragen. Wir Vereine appellieren an die Gemeinderäte, dass sie ihre Entscheidung nochmals überdenken und wünschen uns für die weitere Amtszeit einen respektvollen Umgang mit Vorschlägen des Ortschaftsrates – und dazu gehört eben auch der Vorschlag zum Amt des Ortsvorstehers.

Die Vorstandschaften und Vereinsausschüsse des Musikvereins Upfingen, des Schwäbischen Albvereins, OG Upfingen, des Gesangvereins „Frohsinn“ Upfingen, des Modellflugvereines St. Johann sowie der TSG Upfingen, der Oldtimerfreunde St. Johann und der Feuerwehr St. Johann, Abteilung Upfingen

Die Stellungnahme der Spielplatzfreunde im Wortlaut

In den letzten Tagen gibt es ordentlich Aufruhr bezüglich der Ablehnung des Upfinger Ortsvorsteher-Vorschlags von Seiten des Gemeinderates.

Unser Spielplatz in Upfingen war und ist nur durch viel ehrenamtliches Engagement und Zusammenarbeit möglich. Als Upfinger Ortsvorsteher ist uns Helmut Schepper hier eine große Hilfe. Er unterstützt uns immer tatkräftig, unbürokratisch und schnell, egal was wir benötigen. Nur durch so eine gute Zusammenarbeit lässt sich ein Projekt wie unser Spielplatz realisieren.

Rückblickend auf die letzten Ereignisse vermissen wir den wertschätzenden Umgang zwischen Gemeinderat und Ortschaftsrat. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass es auf der Ebene des Gemeinderates in den letzten Jahren zu vielen Zerwürfnissen kam, die sich in der erdrutschartigen GR-Wahl zeigten.

Als Spielplatzfreunde betrachten wir mit Sorge, dass St. Johann sich erneut in einen Grabenkampf manövriert. Als Verein hilft es uns weder, wenn Ortsteil und Gemeinderat verstritten sind, noch wenn unsere Ortschaft keinen Ortsvorsteher hat. Daher wünschen wir uns sehr, und appellieren hier an alle Parteien: bitte habt einen konstruktiven und wertschätzenden Umgang miteinander, bei dem alle an einer Lösung arbeiten, ohne sich gegenseitig zu beschuldigen.

Denn wenn wir schon in der früheren Konstellation Projekte wie den Upfinger Spielplatz auf die Reihe bekommen haben, was würden wir allesamt erst hinbekommen, wenn alle in unserer Gemeinde an einem gemeinsamen Strang ziehen würden?

Die Vorstandschaft der Spielplatzfreunde Upfingen e.V.