Kohlberg Unterkünfte dringend gesucht

Kohlberg / MARA SANDER 14.12.2015
"Wir sind schon lange auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge und haben uns viele Gedanken gemacht", ging der Kohlberger Gemeinderat Ulrich Immler auf die Lage in Sachen Asyl ein.

Bisher wurden keine passenden Wohnungen für Asylsuchende gefunden, denn Auflagen wie Brandschutz müssen erfüllt werden. "Wir haben nicht gewartet, sondern früh angefangen", betonte Ulrich Immler, weil es teilweise im Landkreis "global so dargestellt" werde, dass, wer keine Unterkünfte gefunden hat, sich auch nicht genügend bemüht habe. "Wir sind in dem Thema kooperativ", so Immler. Zuvor hatte Bürgermeister Klaus Roller informiert, dass der Landkreis dringend Notunterkünfte suche. Kohlberg müsse mit etwa 45 statt bislang 17 Asylbewerbern rechnen. Etwa die Hälfte werde erfahrungsgemäß nach der vorläufigen Unterbringung in den Gemeinden bleiben. Die Anschlussunterbringung werde Sache der Gemeinde. "Wir müssen die Leute dann unterbringen, wenn sie nicht mehr nur vorläufig da sind", so Roller. "Darum müssten wir eigentlich alles, was bis jetzt zur Verfügung steht, dafür reservieren." Bis zu etwa 25 Personen sei das noch machbar, sagte er im Hinblick auf die Grundsatzentscheidung der Gemeinde zur dezentralen Unterbringung. Bei mehr Personen werde es wohl nicht möglich sein, sie auf verschiedenen Gebäude zu verteilen. Zum Thema Festplatz als Grundstück für noch zu erstellende Bauten gebe es noch keine neuen Erkenntnisse, informierte Klaus Roller die Räte. Der Landkreis operiere inzwischen mit dem "Instrument der Beschlagnahme", da immer mehr Flüchtlinge ohne konkrete Unterkunft zugewiesen werden müssen. Derzeit sei noch nicht klar, wann die ersten Flüchtlinge genau nach Kohlberg kommen - und wie viele es im ersten Schritt sein werden. Er selbst habe Rufbereitschaft, als Leiter der Ortspolizeibehörde.

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