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Volkswagen
Metzingen/Grafenberg / Alexander Thomys  Uhr

Erst krachte es auf der Bundesstraße 312 bei Metzingen, nur eine Stunde später folgte ein Unfall auf der Bundesstraße 313 zwischen Grafenberg und Großbettlingen – das Verkehrschaos in der Region war perfekt, die Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun. Der folgenschwerste Unfall ereignete sich zwischen Metzingen und Riederich, wo insgesamt vier Fahrzeuge, darunter zwei Lastwagen, an einem Unfall beteiligt waren. Eine Person wurden verletzt, ein Auto überschlug sich und landete auf dem Dach. Zunächst waren mehrere verletzte Personen gemeldet worden. Die wirkenden Kräfte waren gewaltig: Die Airbags in dem Mittelklassewagen lösten aus, zudem wurde ein Hinterrad abgerissen.

Die Vorfahrt missachtet

Zu dem Unfall war es gegen 14 Uhr gekommen, als ein 27-Jähriger von der Nordtangente auf die Bundesstraße in Richtung Riederich auffahren wollte. Dabei missachtete der Fiat-Fahrer die Vorfahrt eines auf der Bundesstraße fahrenden Sattelschleppers aus Heilbronn. Trotz einer eingeleiteten Vollbremsung des 50-jährigen Brummifahrers kam es zur Kollision, wobei der Fiat-Tipo durch die Wucht des Aufpralls in die Gegenfahrbahn geschleudert wurde und dort mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidierte. Durch den Frontalzusammenstoß kam der entgegenkommende Volkswagen-Tiguan ins Schleudern, überschlug sich und landete auf dem Dach. Der 28-jährige Fahrer wurde leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Weitere Verletzte wurden vor Ort behandelt.

Ein Großaufgebot der Rettungskräfte eilte zur Unfallstelle: Neben der Polizei kamen vier Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug zur Behandlung der Verletzten an die Einsatzstelle, ebenso wie die Freiwillige Feuerwehr Metzingen, die mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall schwer“ alarmiert wurde und mit vier Fahrzeugen vor Ort im Einsatz war. Für die Metzinger Feuerwehrleute war der Tag dabei besonders anstrengend: Bereits vor dem Verkehrsunfall war die Feuerwehr zu einem Alarm durch eine automatische Brandmeldeanlage in das WMF-Outlet gerufen worden, parallel zum Verkehrsunfall gab es dann zwei weitere Einsätze abzuarbeiten.

Die Bundesstraße 312 war während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme durch die Polizei voll gesperrt, trotz einer örtlichen Umleitung kam es in Metzingen zu starken Verkehrsbehinderungen und Rückstaus. Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei auf mindestens 100 000 Euro. Die Bundesstraße war rund zweieinhalb Stunden voll gesperrt.

Auf die Gegenfahrbahn geraten

Kurz nach 15 Uhr wurde das Verkehrschaos noch schlimmer, als es auf der Bundesstraße 313 zwischen Grafenberg und Großbettlingen zu einem weiteren Verkehrsunfall kam. Auf der Höhe des Abzweiges in Richtung Tischardt/Frickenhausen kollidierten drei Fahrzeuge, wobei es nach Polizeiangaben drei Leichtverletzte gab. Auch hier kam es zu einer Vollsperrung der Bundesstraße.

Zum Unfallhergang: Eine 63-jährige Fahrerin eines VW-Multivan war gegen 15.10 Uhr von Nürtingen kommend in Richtung Metzingen unterwegs und geriet kurz nach der Einmündung nach Tischardt auf die Gegenfahrspur. Dort kollidierte der Volkswagen mit dem Opel-Astra eines 21 Jahre alten Mannes, dessen Auto nach rechts in die Leitplanken abgewiesen wurde. Eine dem jungen Mann nachfolgende, 56-jährige Opel Adam-Fahrerin prallte mit ihrem Fahrzeug ebenfalls noch gegen den zwischenzeitlich querstehenden Multivan. Alle drei Beteiligten zogen sich nach derzeitigem Kenntnisstand leichte Verletzungen zu. Die Unfallverursacherin sowie der 21-Jährige wurden zur Untersuchung und Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Alle drei Fahrzeuge, an denen ein Gesamtschaden in Höhe von zirka 60 000 Euro entstanden war, mussten abgeschleppt werden.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Grafenberg war hier im Einsatz. Die für die Unfallaufnahme notwendige Vollsperrung der B 313 dauerte bis in den späten Nachmittag an, sodass auch der Feierabendverkehr betroffen war.

Das Kuriose daran: Die beiden Verkehrsunfälle geschahen ausgerechnet an einem Aktionstag der Reutlinger Polizei, der junge Autofahrer unter dem Motto „No Game“ (kein Spiel) für die Risiken von Unfällen sensibilisieren wollte.

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