Metzingen / Wolfgang Seitz  Uhr
Die TuS Metzingen hofft in der Endphase der Vorbereitung auf die Rückkehr etlicher Rekonvaleszenten. Für das Wochenende gibt es ein strammes Programm.

Endlich wieder daheim. So, oder zumindest so ähnlich, hat TuS-Geschäftsführer Ferenc Rott Anfang der Woche reagiert. Zuerst war  er in Ungarn, konnte sich neben der Verwandtschaftspflege auch der U19-EM widmen. Dann ging die Reise weiter nach Slowenien, wo die U17-Mädels nach ihrem Europameister fahndeten. Mit im deutschen Aufgebot Rebecca Rott. Klar, dass der Papa dabei war. Weil im Spiel um Platz sieben Deutschland auf Österreich traf, konnte er auch gleich noch Neuzugang Katarina Pandza beobachten. „Beide haben eine überragende EM gespielt“, freut sich der Manager.

Junge Goalgetterinnen

Im direkten Duell traf Rott neun Mal, Pandza erzielte bei der 22:32-Niederlage exakt die Hälfte der Austria-Tore. Die Österreicherin durfte dann auch die Torjägerkanone für sich reklamieren (66 Tore in sieben Spielen). Rebecca Rott kam in dieser Disziplin auf 42 Treffer (Platz drei). Allerdings ohne Siebenmeter – wie der Vater betonte. Sein Fazit: „Auf die Beiden können wir uns freuen.“ Rebecca Rott ist mit ihren 15 Jahren (noch) keine Option für die erste Mannschaft, die zwei Jahre ältere Katarina Pandza schon. Weil sie es kann – und weil der Metzinger Rückraum jede Hand braucht.

Laetitia Quist, ebenfalls neu bei der TuS und vorgesehen für den rechten Rückraum, war schon während der U19-EM inaktiv. „Sie hatte eine Reizung im Knie, fängt diese Woche mit dem Training an. Dann wird man sehen, wie sie die Belastung verträgt“, sagt Ferenc Rott, der Dank seiner Frau Edina, bekanntlich Cheftrainerin der TusSies, auch während der Auslandsaufenthalte immer auf dem Laufenden gehalten wurde.

Sie musste ihm unter anderem mitteilen, dass Anika Niederwieser sich bereits beim Auftakt der Vorbereitung verletzte. „Sie hat sich bei einem Sturz das hintere Kreuzband ein bisschen angerissen“, sagt Rott. Der Reha-Plan läuft, ein Eingriff ist nicht notwendig, Ende August will man die großgewachsene Italienerin wieder im Training begrüßen.

Nächste Woche soll dort Maren Weigel vorstellig werden, die dieser Tage noch individuell arbeiten muss. Ein zunächst vermuteter Muskelfaserriss wuchs sich zum Muskelriss aus. Neben Laetitia Quist fehlte also auch die zweite Fachkraft für den rechten Rückraum.

Petersen trainiert wieder

Simone Petersen, aus Dänemark ins Ermstal gekommen, ist im Rückraum überall zu Hause – solange sie nicht verletzt ist. Sie musste zuletzt beim Panthera-Cup in Frankreich mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden. Der Brummschädel ist aber schnell abgeklungen. „Sie trainiert schon wieder“, vermeldet der Geschäftsführer, der sich freute, dass Marija Obradovic nach ihrem Kreuzbandriss beim Panthera-Cup wieder erstmals Wettkampfluft schnuppern konnte. Darauf muss Delaila Amega noch warten, die, ebenfalls nach Kreuzbandriss, mit der nötigen Geduld herangeführt wird.

Sobald alle da sind, hat die TuS Metzingen einen feinen Kader – bis dahin aber nicht. Deshalb ist auch am Wochenende bei Trainerin Edina Rott ihr Geschick für Personal-Management gefragt. Am Samstag weilt sie mit ihrem Team beim Halle-Saale-Cup. Erstliga-Absteiger SV Union Halle-Neustadt hat sich Gäste eingeladen. Neben den TusSies sind dies aus Liga eins die HSG Bad Wildungen, die Spreefüchse Berlin (2. Liga) komplettieren das Viererfeld. Am Sonntag schließt sich eine Jubiläumsspiel in Hornberg an. Gegner ist ein verstärktes Team der SG Hornberg/Lauterbach/Triberg.

Weiter geht die Testreise am Freitag, 23. April, in Herrenberg. Das anschließende Wochenende verbringen die TusSies beim Lotto-Toto-Cup in Ludwigsburg.

Ein ganz besonderes Trainingslager steigt vom 27. bis 31. August. „Wir müssen nicht immer so weit reisen“, sagt Ferenc Rott. Deshalb bezieht man Station beim TuS-Partner City-Hotel Fortuna in Reutlingen. Ganz in der Nähe und eine Top-Adresse. Am Freitag, 30. August, steht in der Öschhalle ein Test gegen die Klassenkameradinnen von Frisch Auf Göppingen an.

Nach der ganzen Testerei in der Vorbereitung geht es ab Mittwoch, 11. September, um Punkte: Auftaktgegner in der Öschhalle ist die HSG Blomberg-Lippe.