Tübingen Tübinger Stuckateur bei Euro-Skills in Spa

Kadir Uzunsakaloglu war bereits 2010 Bundessieger beim Leistungswettbewerb des Handwerks. Foto: PR
Kadir Uzunsakaloglu war bereits 2010 Bundessieger beim Leistungswettbewerb des Handwerks. Foto: PR
SWP 28.09.2012
Vom 4. bis 6. Oktober wird die belgische Rennstrecke Spa-Francorchamps zum Austragungsort eines besonderen sportlichen Wettkampfes.

Normalerweise dreht sich in Spa-Francorchamps alles um schnelle Autos. Nicht so am kommenden Wochenende. Vom 4. bis 6. Oktober finden dort die Euro-Skills 2012, die Europameisterschaften der Berufe, statt.

Drei Tage, 450 Teilnehmer, 34 Disziplinen: Bei den Euro-Skills haben junge Berufstätige aus ganz Europa die Chance, ihr Können vor einer internationalen Jury unter Beweis zu stellen und mit dem begehrten Europameister-Titel nach Hause zu fahren. Unter ihnen 17 deutsche Handwerker, die im Titelkampf richtig Gas geben wollen.

Kurven sind eine besondere Herausforderung - nicht nur für die Rennfahrer dieser Welt, sondern auch für Kadir Uzunsakaloglu. Die Biegungen, die ihn begeistern, sind aber nicht aus Asphalt, sondern aus Kalk, Zement und anderen Baumaterialien. Der 23-jährige Tübinger ist leidenschaftlicher Stuckateur. Bei seiner täglichen Arbeit restauriert er Ornamente in denkmalgeschützten Häusern oder zieht schwungvolle S- und O-förmige Trockenbauwände in Schulen, Einfamilienhäuser oder Gewerbeobjekte ein. "Mein Beruf verbindet kreatives Design mit dem Blick fürs technisch Machbare", schwärmt er über sein Handwerk.

Bei den diesjährigen Euro-Skills wird er im Team mit einem zweiten Stuckateur antreten. "Die Euro-Skills sind eine tolle Gelegenheit, innerhalb weniger Stunden kreative Arbeiten zu entwickeln und die eigenen Fähigkeiten von einer Jury bewerten zu lassen", erzählt Uzunsakaloglu, der sich 2010 bereits den deutschen Meistertitel der Stuckateure sicherte.

In drei verschiedenen Modulen müssen er und sein Kollege ihr Können unter Beweis stellen. "Natürlich haben wir das Ziel, den Titel mit nach Hause zu bringen", sagt der ambitionierte Junghandwerker. "Doch ich freue mich auch darauf, Kollegen aus ganz Europa kennen zu lernen, mich mit ihnen über unsere Arbeitstechniken auszutauschen und mir dadurch neue Inspiration zu holen."