Es war das Sommerthema im vergangenen Jahr in Hülben, aber alles andere als ein Füller fürs Sommerloch: In der Albgemeinde war während der Sommermonate eine Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt worden. Diese hatten bei einigen Einwohnern zu nicht unerheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen geführt.

Als Ursache wurde der geringe Durchfluss in manchen Teilen des Leitungsnetzes vermutet, letztlich stellten sich aber einige Kleintiere als die Schmutzfinken heraus, die im Hochbehälter Gstaudach an oder in das Frischwasser gelangt waren. Als Sofortmaßnahmen wurde damals der Austausch des gesamten Leitungswassers veranlasst, das Frischwasser musste anschließend zudem gechlort werden.

Sanierung des Hochbehälters

In einer nächsten Stufe kam die Gemeinde Hülben nicht darum herum, den Hochbehälter zu sanieren. Die Maßnahmen laufen derzeit, vom Fortschritt der Arbeiten machten sich die Gemeinderäte am Dienstagabend ein Bild vor Ort. Die beiden jeweils 300 Kubikmeter großen Wasserkammern sind nun dicht voneinander getrennt. Sollte also in einem Becken eine Verunreinigung auftreten, steht immer noch das andere als Ersatz zur Verfügung. Damit es aber gar nicht erst zu einer Belastung kommt, werden unter anderem Fliesen, die im Frischwasserbereich verbaut waren, ausgetauscht. Sie waren teils locker, darunter konnten sich Keime bilden. Auch die Pumpen samt Rohrleitungen werden komplett erneuert – aus fünf werden dabei drei, was immer noch „sehr gut ausreicht“, wie Katharina Grimm vom zuständigen Planungsbüro Fritz ausführte.

Umbau bei laufendem Betrieb

Der Umbau muss bei laufendem Betrieb geschehen, weil die Hülbener sonst über Wochen ohne Frischwasserversorgung wären. Zwei Pumpen müssen für den nötigen Leitungsdruck ständig in Betrieb bleiben. Damit auch über die Luft nichts in den Hochbehälter gelangt, werden Luftfilter für die Außenluft eingebaut. Die Fertigstellung der gesamten Sanierung ist bis zum Herbst geplant, insgesamt 340 000 Euro werden dann wohl verbaut sein. „Damit ist die Anlage wieder auf dem neuesten Stand“, versicherte Katharina Grimm.

Woher kommt das Wasser in Hülben?


Früher wurde Hülben noch zu einem großen Teil aus eigenen Quellen mit Frischwasser versorgt. Heute ist die Gemeinde an die Landeswasserversorgung in Langenau angeschlossen. Diese bezieht ihr Wasser aus dem Grundwasserspeicher bei Donauried, wo sich viel Regenwasser der Schwäbischen Alb sammelt.