Verwaltung Trauer und Schock bei Bürgern und Kollegen

Grabenstetten / Regine Lotterer 21.10.2016
Tief bestürzt und schockiert haben viele Grabenstetter auf die Nachricht vom Tod ihres Bürgermeisters reagiert. Die Bürgermeisterwahl muss spätestens drei Monate nach Freiwerden der Stelle erfolgen.

Auf die Nachricht vom Tod ihres Bürgermeisters haben viele Grabenstetter tief bestürzt und schockiert reagiert. Auch Harald Steidls Amtskollegen sind fassungslos: „Als ich die Todesnachricht erhielt, stand die Welt einige Minuten lang still“, sagt Hülbens Rathauschef Siegmund Ganser. Er hatte in den vergangenen Jahren eng mit Harald Steidl zusammengearbeitet: „Jetzt sitzt er plötzlich nicht mehr mit am Tisch.“

Die Todesnachricht habe ihn völlig unerwartet erreicht, schildert Römersteins Rathauschef Matthias Winter. „Ich habe Harald Steidl als anständigen und geradlinigen Menschen kennen gelernt. Er war feinsinnig, intelligent und sensibel.“ Als Kollegen habe er ihn geschätzt und als Menschen gemocht. Für die gemeinsame Zeit sei er dankbar, so Winter: „Er wird mir sehr fehlen.“

Er sei tief betroffen, sagt Bad Urachs Rathauschef Elmar Rebmann. „Ich habe Harald Steidl als ehrlichen und offenen Kollegen kennen und schätzen gelernt.“ Die Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft Bad Urach sei immer sehr gut und von großem Vertrauen geprägt gewesen. „Harald Steidl wird eine tiefe, schmerzliche Lücke hinterlassen.“

Auch in Metzingen hat die Nachricht tiefe Bestürzung ausgelöst, wie Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler sagt. Steidl sei ohne Zweifel ein hoch geschätzter und anerkannte Kollege im Landkreis gewesen. „Wir sind in Gedanken bei seiner Familie.“

Bei aller Trauer über den Verlust stellt sich für Grabenstetten die Frage, wie es nun weitergeht. Zumal die baden-württembergische Gemeindeordnung klare Vorgaben setzt: Spätestens drei Monate nachdem die Bürgermeisterstelle frei geworden ist, muss ein Nachfolger gewählt werden. Das heißt, die Stelle muss nun von der Kommune zügig ausgeschrieben werden. Auch hier sind zahlreiche Fristen und Formalien zu beachten. Die Amtsgeschäfte führt bis zur Einsetzung des neuen Bürgermeisters  Martina Lehmann, die bisherige Stellvertreterin von Harald Steidl. Als langjährige Gemeinderätin bringt sie viel Erfahrung mit, darüber hinaus kann sie auf die Grabenstetter Verwaltung und die Hilfe des Landratsamts setzen. Gemeinsam, sagt sie, werde es gelingen, die Interimszeit gut zu meistern. Regine Lotterer