Römerstein Trainieren wie die Weltmeister

Trotz schweißtreibender Temperaturen haben die Nachwuchsfußballer alles gegeben. 
Trotz schweißtreibender Temperaturen haben die Nachwuchsfußballer alles gegeben.  © Foto: Nicole Wieden
Römerstein / Nicole Wieden 06.06.2018

Schon die ganz jungen Fußballenthusiasten wissen: Ohne Schweiß kein Preis! Und der ist am Wochenende vom 3. Juni auf dem Donnstetter Sportplatz in Strömen geflossen, denn dort hat der örtliche Fußballverein zum mittlerweile 16. Mal sein dreitägiges Fußballcamp für Kinder zwischen sechs und 15-Jahren veranstaltet.

Während sich die Mädchen in diesem Jahr vergeblich haben bitten lassen, sind dafür knapp achtzig hochmotivierte Jungs angetreten, um sich auf dem Sportgelände trotz hochsommerlicher Temperaturen in Geschwindigkeit, Reaktion und Ballgefühl zu üben. Den ambitionierten Nachwuchsspielern steht der Sportsgeist förmlich ins Gesicht geschrieben, als der Pfiff zur Pause ertönt und sich alle im großen Zelt für das gemeinsame Mittagessen versammeln.

Als explizite Voraussetzung gilt bei der jährlichen Sportveranstaltung des FC Römerstein im Übrigen nicht etwa sportliches Talent, sondern vielmehr gute Laune: „Uns geht es hier um den Breitensport,“ betont Peter Trefzger. „Wobei Begabung natürlich immer auffällt,“ fügt der derzeitige Jugendtrainer des Fußballclubs hinzu. Gemeinsam mit der Jugendleiterin Tatjana Bleher, die sich schon seit dem ersten Römersteiner Fußballcamp für den Nachwuchs engagiert, hat Trefzger auch in diesem Jahr wieder die Organisation und Betreuung des Trainingcamps übernommen.

Im Vordergrund steht der Spaß

Beide sind stolz auf ihr Konzept. Denn im Gegensatz zu den rein kommerziell ausgerichteten Fußball-Camps für Kinder, bei denen gerne einmal über zweihundert Euro für ein fünftägiges Programm verlangt werden, biete das Römersteiner Angebot ein gutes Preis-Leistungsverhältnis: „Wir trainieren hier keine Profis und mehr als drei Tage sind vor allem für die jüngeren Kinder einfach zu viel,“ meint Bleher. „Im Vordergrund steht bei uns der Spaß.“

Um ein kindgerechtes Trainingsprogramm gewährleisten zu können, hat Peter Trefzger, der als studierter Sozialpädagoge und Inhaber der Trainer A-Lizenz des Deutschen Fußballbundes die nötige Erfahrung mitbringt, sämtliche Trainingseinheiten selbst konzipiert. An fünf Stationen konnten die Kinder vom Freitagnachmittag an ihre Koordinationsfähigkeiten, ihr Reaktionsvermögen und ihre Balltechnik aufpolieren. Auf dem Platz unterstützt wurde Trefzger dabei von den Trainern des Vereins, welche die Kinder durch die einzelnen Übungseinheiten führten.

Eine Mini-WM als Motivation

Besonders motivierend war dabei der Ausblick auf die Mini-WM am folgenden Samstag. Ab 9.30 Uhr konnten die jungen Spieler unter den lautstarken Anfeuerungsrufen von Freunden und Verwandten in Sechser-Gruppen ihr Können unter Beweis stellen. Angetreten sind die Teams unter den Flaggen, wie sie in diesem Jahr auch in der Weltmeisterschaft vertreten sein werden. Dabei hat das Zufallslos entschieden, für welche Nation gespielt werden sollte.

Aufgrund der schieren Anzahl an Gruppen wurden an diesem Tag zwei Turniere parallel gespielt. Und anders als bei den Profis, durfte sich am Ende dieses Wochenendes jeder Teilnehmer über eine Goldmedaille freuen. Prämiert wurde schließlich nicht das technische Können, sondern die Freude am Spiel.

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