Im Alltag müssen immer wieder Tiere dazu herhalten, menschliche Charaktere deutlich zu machen. Wild wie ein Stier, zahm wie ein Lamm, blöd wie ein Ochse, aggressiv wie ein Keiler - die Aufzählung lässt sich weiterführen. Damit tut man zwar den Tieren Unrecht, doch auf allzu Menschliches bezogen, lassen solche Vergleiche durchaus eindrucksvoll Verhaltensweisen charakterisieren.

Am Donnerstagabend wurde in der Schalterhalle der Kreissparkasse eine Ausstellung eröffnet. Gezeigt werden Illustrationen zu einem Krimi mit dem Titel "Bärenklau", einem "Hundekrimi". Geschrieben hat ihn Ralf Waiblinger, illustriert hat er ihn auch. Und diese Bilder konnten zahlreiche Gäste der Ausstellungseröffnung bewundern, eine vorgesehene Lesung des Autors blieb ihnen leider versagt, Ralf Waiblinger hatte einen Skiunfall erlitten.

Da sind sie zu sehen, die "Personen", mit denen es Ex-Kriminalkommissar Spekulantius Bösenschreck, eben ein Hund, zu tun hat, als er sich auf die Spur zur Aufklärung eines Mordes macht und damit selbst zum Gejagten wird. Oliver Göder, Leiter der Metzinger Kreissparkasse, der die Ausstellung eröffnete, bezog sich auf eine Äußerung von Ralf Waiblinger auf die Frage, was er wohl gerne sein möchte. "Für einen Tag eine Frau, ein Hund, ein Vogel, ein Fisch", habe der erwidert. Das entbehrt zwar der Realität, doch gedanklich taucht er mit seinen Figuren durchaus in tierische Verwandlung ein. Ralf Waiblinger, 46 Jahre alt, Diplom-Ingenieur und Bierbrauer, jetzt im Vertrieb tätig und seit 15 Jahren in Metzingen lebend, hat mit seinem Krimi "Bärenklau" nach "Hasenpfeffer" sein zweites ungewöhnliches Buch vorgelegt. Er war schon in jungen Jahren ein begeisterter Zeichner, dann kam die Lust am Schreiben hinzu. Und er hatte immer einen Blick für die Menschen, für ihr Verhalten.

Wer die Eröffnung der Ausstellung erlebt hat, der hat wahrlich Lust bekommen, den Krimi nun auch selbst zu lesen.

Info Die Ausstellung ist in der Kreissparkasse Metzingen noch bis zum 2. März zu den üblichen Öffnungszeiten sehen.