Wundersame Tiere bevölkern seit gestern den Bahnhofsvorplatz. Doch dabei handelt es sich freilich um kein Freigehege für lebende Tiere. Es handelt sich um bunte Holztafeln, angefertigt von den Schülern der Klasse 4c der Sieben-Keltern-Schule.

Die Idee zu diesem Kunstprojekt kam von der Schulsozialarbeiterin, Carlin Rauscher. Zusammen mit der Klassenlehrerin, Hanna Henzler und der Kunsttherapeutin von der Kunstwerkstatt integrativ (KiWi) hat sie die Idee in den Herbstferien umgesetzt. Da sich die Kinder im Unterricht gerade mit heimischen Tieren beschäftigt hatten, lag das Thema für das Kunstprojekt nahe: "Tiere unserer Heimat". Sofort waren die Kinder mit Feuereifer bei der Sache. Sie ließen Ideen sprießen, entwarfen Skizzen. Diese übertrugen sie in Lebensgröße auf eine Hartfaserplatte, wo die Figuren ausgesägt und bunt bemalt wurden. Unterstützt wurden die Kinder von einigen Eltern und der Metzingen Marketing und Tourismus GmbH (MMT). Mit Sorgfalt und viel Engagement widmeten sich die neun- bis elfjährigen Mädchen und Jungen dem Bemalen der ausgesägten Tiermotive. Bei der Vorstellung der Objekte gestern Morgen auf dem Bahnhofsvorplatz wies Christine Thomas darauf hin, dass die Objekte mit viel Fantasie und gehörigem Witz gestaltet wurden. Da gibt es Schafe beim Skateboarden, einen Auto fahrenden Hund, rosafarbene Schweine in knallgelben Pullis und vieles mehr. Zu den heimischen Tieren, die sich auf dem Bahnhofsvorplatz tummeln gehören auch Ente Frosch, Eule, Kuh, Katze, Specht, Eichhörnchen und einiges mehr. Bemerkenswert fand Christine Thomas, dass sich die Kinder gegenseitig geholfen haben.

"Bei diesem Kunstprojekt", ergänzt Carolin Rauscher, "konnten viele soziale Kompetenzen gestärkt werden." Für Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler sind die Tiermotive der Kinder "ein schillerndes Beispiel für lebendige Kunst mitten in der Stadt". "Wir wollen ja", so der Oberbürgermeister weiter, "unsere Stadt ein Stück weit bunter gestalten so wie hier auf diesem tollen, exponierten Platz." Er gab der Hoffnung Ausdruck, es mögen die Werke nicht dem Vandalismus anheim fallen. Jochen Krohmer, Geschäftsführer der MMT, machte die Kinder darauf aufmerksam, dass an diesem Platz viele Gäste beinahe aus der ganzen Welt ankommen und die sollen "etwas Schönes erblicken". Die Kunstobjekte der Kinder sollen auf jeden Fall bis zum Frühjahr Besucher und Einheimische gleichermaßen erfreuen.