Metzingen Tierische Ausstellung ist im Rathaus zu sehen

OB Dr. Ulrich Fiedler zeigte sich von den Kunstwerken der Kinder beeindruckt. Foto: Mara Sander
OB Dr. Ulrich Fiedler zeigte sich von den Kunstwerken der Kinder beeindruckt. Foto: Mara Sander
MARA SANDER 25.09.2012
"Einzig-Art-ig" heißt das jüngste Projekt der Kinderwerkstatt in Kooperation mit der Beratungsstelle für Inklusion und Teilhabe. Einzigartig ist auch das Ergebnis, das derzeit im Rathaus besichtigt werden kann.

Die farbenfrohen Papageien meint der Betrachter einer Riesencollage im Metzinger Rathaus förmlich krächzen und sprechen und die Frösche quaken zu hören. Das Bild aus vielen Bildern ist tierisch gut, denn auch Schweinchen tummeln sich dort und die Tiere haben einiges gemeinsam, sei es das Wasser oder die Landschaft oder der Blick zueinander. Sie sind aber einzeln entstanden und bilden erst als Ganzes zusammengefügt ihre volle Wirkung aus.

Zehn Mal haben sich zwölf Kinder mit und ohne Behinderung im Alter von neun bis 14 Jahren getroffen, um sich gemeinsam der Kunst zu widmen und die Welt aus ihren Augen zu zeigen. Genauer gesagt, haben sie gemalt, was sie in Geschichten wahrgenommen haben, die ihnen von den beiden Kunsttherapeutinnen Anette Odigie und Christine Thomas vorgespielt wurden beim Projekt "Einzig-Art-ig" der "Kunst in der Werkstatt integrativ", besser bekannt als "KiWi" in Kooperation mit der Metzinger "Beratungsstelle für Inklusion und Teilhabe" (MIT).

Wichtig war dabei "Ken", der gealterte Freund von "Barbie", der bei der Vernissage auch einen Auftritt hatte als Sprechpuppe von Christine Thomas. Die Kinder haben gemeinsam "ein Sinnbild für Gesellschaft", geschaffen, so Reiner Fritz von der Bruderhaus-Diakonie. Gemeint ist eine "inklusive" Gesellschaft, ein Fremdwort, dessen Bedeutung in diesem Zusammenhang nicht jedem sofort verständlich ist. Es bezeichnet in diesem Fall das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung, derzeit noch nicht überall selbstverständlich. Das Projekt soll dazu beitragen, die Zusammengehörigkeit im Alltag zu fördern.

"Für mich ein ganz tolles Projekt für unterschiedlichste Arten des Zusammenlebens in der Stadt", begeisterte sich Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler. Er kann es sich noch öfter anschauen, denn es ist eine Wanderausstellung in Metzingen geplant. Doch vorerst ist das Gemeinschaftswerk bis Ende Oktober zu den üblichen Öffnungszeiten im Rathaus neben Einzelbildern zu bewundern.

Das Gesamtprojekt "Einzig-Art-ig", das angefangen hat mit einer Sommermalwoche in der "Bleiche", ist damit noch nicht beendet, die Ausstellung nur ein Teil davon. Die Kinder arbeiten schon wieder gemeinsam an etwas Neuem, nämlich an "Lichtobjekten".