Grafenberg Tempo und Konzentration

Tempo, die vorgegebene Anzahl der Sprünge und die Reihenfolge von  Drehungen und Kreuzen galt es bei der Rope Skipping-Meisterschaft zu beherrschen.
Tempo, die vorgegebene Anzahl der Sprünge und die Reihenfolge von Drehungen und Kreuzen galt es bei der Rope Skipping-Meisterschaft zu beherrschen. © Foto: Larissa Abbenzeller
Grafenberg / LARISSA ABBENZELLER 20.06.2016
Der Turngau Achalm veranstaltete in der Grafenberger Rienzbühlhalle seine diesjährigen Gaumeisterschaften im beliebter werdenden Rope Skipping.

Das moderne Seilspringen verbreitet sich stetig und hat sich sogar schon als eigener Wettkampfsport etabliert. Längst ist das Rope Skipping mehr als nur ein Fitnesstraining für andere Sportarten. Mit speziellen Seilen, die ein schnelles Springen erlauben, werden zu fetziger Musik akrobatische Figuren zu ansprechenden Choreographien zusammengestellt. Bei den Gaumeisterschaften in Grafenberg ging es aber ebenso um Geschwindigkeit. Die Disziplinen „Speed 30 Sekunden“, „Speed 60 Sekunden“ und „Criss Cross 30 Sekunden“ forderten von den Teilnehmern beste Kondition und Koordination.

46 Einzelspringer stellten sich dem Wettkampf und zeigten beeindruckende Leistungen. Luca Schmid überzeugte in der Altersklasse IV (Jahrgang ’05-’07) mit beeindruckenden 122 Sprüngen in der Disziplin „Speed 60 Sekunden“. Im Pflichtspringen „Compulsory“ konnten die Zweit- bis Fünftplatzierten mit stolzen 200 Punkten überzeugen. Dabei gilt es die vorgegebene Anzahl der Sprünge und die Reihenfolge von Einfuß-Sprüngen, Drehungen und Kreuzen genau einzuhalten.

Aus Donnstetten, Betzingen, Dettingen und Reutlingen reisten die neun Teams an, die auch in der Mannschaftswertung gegeneinander sprangen. Den Rang eins verbuchte der TSV Dettingen für sich. In der Einzelwertung konnten Philippa Hörz und Kati Groß vom TSV Betzingen den ersten Platz ergattern. Der TB Neckarhausen beteiligte sich als Gastmannschaft außer Konkurrenz am Wettkampf, um Turnierluft zu schnuppern. Die Gaumeisterschaft im Nachwuchsbereich dient als Einstieg in die Wettkampfszene der Rope Skipper.

Seit mehr als zehn Jahren wird in Grafenberg nun schon das Seil geschwungen. Knappe 40 Springer sind derzeit aktiv. Im Vergleich zu anderen Mannschaften aus dem Gau, die zwei bis drei Mal pro Woche trainieren, kann das Training in Grafenberg wegen der großen sportlichen Aktivität in der Gemeinde nur einmal wöchentlich stattfinden. Was dem Spaß am modernen Seilspringen aber keinerlei Abbruch tut. „Es ist eine coole Sportart und macht riesig Spaß“, verriet eine Grafenberger Rope Skipperin, die gemeinsam mit ihren Mannschaftskameraden noch eine Showeinlage eingeübt hatte.

Die Zusammenarbeit für einen reibungslosen Wettkampftag lief am Samstag wie am Schnürchen. „Man hat immer Eltern, auf die man sich verlassen kann“, freute sich Regina Gugel vom TSV Grafenberg. Auch Angela Hummel, die als Vorsitzende im Turngau Achalm für Rope Skipping verantwortlich ist, zeigte sich begeistert und lobte die gute Organisation.

Vor der großen Siegerehrung zeigte sich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Donth beeindruckt von der Leistung der Preisrichter. „Wer einmal selbst versucht hat, die schnellen Sprünge alle mitzuzählen, weiß wie anstrengend das ist“, äußerte er seine Hochachtung. Stolz empfingen die Nachwuchsspringer ihre Medaillen und ließen sich auf ihrem Siegertreppchen vom Publikum verdient beklatschen. Im Vordergrund stand aber allemal der Spaß am modernen Seilspringen. Fetzige Musik und die Lust am Erfinden neuer Figuren, neuer Sprünge sowie neuer Sprungkombinationen lässt das Rope Skipping nie eintönig werden.

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