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Der Windpark-Projektentwickler ABO Wind und die Stadtwerke-Kooperation Südweststrom arbeiten ab sofort in allen Phasen der Entwicklung und des Betriebs von Windparks zusammen. Die Geschäftsführer der Unternehmen unterschrieben den Vertrag am Dienstag. Mit der Kooperation wollen beide Unternehmen Entscheidungsprozesse bei der Entwicklung neuer Onshore-Projekte beschleunigen und Stadtwerke an Windparks mit konservativem Risikoansatz teilhaben lassen.

"Zusammen mit ABO Wind werden wir die Projekte finden und entwickeln, die den Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsansprüchen von kommunalen Versorgern entsprechen. ABO Wind ist mit exzellenten Fachleuten und großer Erfahrung der ideale Partner für uns", sagt Stefan Fella, Geschäftsführer Markt bei Südweststrom. Das Modell von Südweststrom erleichtert kleinen und mittleren Stadtwerken den Einstieg in Windpark-Projekte und stärkt den kommunalen Beitrag bei der Umsetzung der Energiewende.

Die Stadtwerke-Kooperation erwirbt Windparks und verkauft anschließend die Anteile der Projekte an die beteiligten Gemeinde- und Stadtwerke. Die kommunalen Energieversorger bekommen so Zeit für Entscheidungen in Aufsichts- und Gemeinderäten. Insgesamt 30 kommunale Unternehmen beteiligen sich bereits an den Windparks in Suckow und Donstorf. "Zusätzlich unterstützen wir auch die lokalen Windpark-Projekte unserer Gesellschafter. Wir sind überzeugt, dass Stadtwerke ohne eigene Projektentwicklung damit Zeit sparen und an Know-how gewinnen", sagt Fella.

"Die Kooperation mit regional verankerten Akteuren erleichtert die Projektentwicklung und verbessert die Akzeptanz der Windkraft vor Ort - das ist für den Erfolg der Energiewende ein wesentlicher Faktor", betont ABO Wind-Vorstand Dr. Jochen Ahn. "Stadtwerke sind für uns wichtige Partner, und wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Südweststrom."