Das in diesem Jahr wichtigste Förderprojekt der gemeinnützigen Sto-Stiftung hat einen sowohl kulturhistorisch als auch interkulturell bedeutsamen Rahmen: 100 Jahre Bauhaus. Ein in diesem Stil errichtetes Wohnhaus in Tel Aviv – das Max-Liebling-Haus – wird von gemischten Teams junger Handwerker aus Deutschland und Israel generalsaniert. Es ist eines von rund 4.000 Wohngebäuden, die nach 1933 von deutschen Bauhaus-Architekten in der Stadt errichtet worden waren. Die Gebäude gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auf dieser besonderen Baustelle in der „Weißen Stadt“ von Tel Aviv legen Azubis des deutschen Stuckateur- und Malerhandwerks derzeit gemeinsam mit israelischen Handwerkern und Studenten Hand an. „Open for Renovation“ heißt das Projekt, dessen Ziel die Komplettsanierung und der Umbau des ehemaligen Max-Liebling-Wohnhauses zum künftigen White City Center ist.

Aus Metzingen nach Tel Aviv

Mit dabei sind drei Teams zu je fünf Stuckateur-Auszubildenden der Berufsschule und des überbetrieblichen Ausbildungszentrums Leonberg, die jeweils zehn Tage gemeinsam in Tel Aviv leben, Risse am Bauhaus-Gebäude sanieren und den Putz ertüchtigen. Mit dem ersten Stuckateur-Team vor Ort war auch Kristin Weber, Auszubildende beim Stuckateurbetrieb Andreas Schweizer in Metzingen. An der Fassade packte sie tatkräftig mit an: Diese musste mit Tiefengrund und Quarzgrund vorbereitet werden, um anschließend den Oberputz aufbringen zu können. Zusammen mit ihren israelischen Kollegen meisterten die fünf deutschen Azubis alle Aufgaben.

Lebendiger Begegnungsort

Das künftige White City Center ist Teil des Projektes „Netzwerk Weiße Stadt Tel Aviv“, das vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) ideell und finanziell unterstützt wird. Nach der Sanierung soll das neue Architekturzentrum als Best-Practice-Beispiele die behutsame Weiterentwicklung des einzigartigen baukulturellen Erbes veranschaulichen.

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