Grabenstetten Steinbruch Moeck will erweitern

Der Steinbruch Moeck soll erweitert werden. Foto: Mara Sander
Der Steinbruch Moeck soll erweitert werden. Foto: Mara Sander
Grabenstetten / MARA SANDER 28.02.2014
Der Grabenstetter Gemeinderat hat sich für eine immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung zur Erweiterung des Steinbruchs Moeck ausgesprochen. Der Betrieb will in Richtung Westen erweitern.

Der Gemeinderat hat am Dienstag nach Prüfung der Kriterien und Argumente in der geforderten Stellungnahme seine Zustimmung für den Antrag der Alfred Moeck KG zur immissionsrechtlichen Änderungsgenehmigung für die Erweiterung des Steinbruchs Grabenstetten gegeben.

Ohne Erweiterung reichen die im Steinbruch derzeit noch verfügbaren und verwertbaren Gesteinsvorräte nur noch kurze Zeit für die Rohstoffversorgung des angeschlossenen Schotterwerkes, heißt es im Antrag des Unternehmens.

Mit der Erweiterung um 9,8 Hektar in Richtung Westen gemäß der im Regionalplanentwurf ausgewiesenen Vorrangfläche für den Rohstoffabbau ist der Rohstoffbedarf für etwa 13 weitere Jahre gesichert.

Die Firma Moeck plant keine Änderung der Gewinnungs-, Förder- und Aufbereitungstechnik, ebenso wenig wie Erschließungsmaßnahmen. Der Abbau wird unmittelbar an den an den Steinbruch angrenzenden Flächen, die bisher ausschließlich landwirtschaftlich genutzt werden, fortgesetzt.

Die Abbautiefe wird vom Unternehmen zwar bis 85 Meter unter der Geländeoberfläche beantragt, wird aber wegen der mit zunehmender Tiefe abnehmenden Gesteinsqualität voraussichtlich nur wie im aktuellen Abbaubetrieb bis etwa 67 Meter genutzt werden. Die Flächen werden "in bewährter Weise" rekultiviert, wie Bürgermeister Harald Steidl erklärte.

Bezüglich Denkmalschutz im Hinblick auf archäologische Belange (Heidengraben) ist vor der Rohstoffgewinnung auf der Abgrabungsfläche eine archäologische Besichtigung vorgesehen. Das Staubgutachten weist eine deutliche Unterschreitung der zulässigen Werte aus, und das Wassergutachten sagt aus, dass kein Eingriff in den eigentlichen Grundwasserleiter des Wasserschutzgebietes Lenninger Lauter erfolgt und eine Beeinträchtigung des Grundwassers nicht zu erwarten sei.

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