Metzingen zeigt auch in diesem Jahr am 10. März Flagge für Tibet. Bereits seit dem frühen Morgen weht die Flagge des autonomen Gebiets in Zentralasien vor dem Rathaus in der Kelternstadt.

Gedenktag an den tibetischen Volksaufstand

Der 10. März ist der jährliche Gedenktag an den tibetischen Volksaufstand im Jahr 1959. Viele Städte und Gemeinden zeigen an diesem Tag ihre Solidarität mit Tibet gegen die Unterdrückung durch China. Mit der tibetischen Flagge vor den Amtsstuben und öffentlichen Gebäuden wird ein Zeichen gesetzt für Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht in Tibet. Die diesjährige Aktion steht unter dem Motto „Wir sehen nicht weg.“.

Dalai Lama ins Exil nach Indien geflohen

Nach der Besetzung Tibets durch chinesische Truppen im Jahr 1949 erhob sich am 10. März 1959 die tibetische Bevölkerung gegen die chinesische Besatzungsmacht. Das chinesische Militär schlug den Aufstand blutig nieder. Mindestens 87.000 Tibeter kamen dabei ums Leben, der Dalai Lama musste ins Exil nach Indien fliehen. Das Kommunistische Regime versprach den Tibeterinnen und Tibetern damals, dass sie ihre Kultur weiterhin problemlos ausleben dürfen – das Gegenteil wurde der Fall. Die tibetische Kultur wird aufgrund der Sinisierungsbestrebungen der chinesischen Machthaber weiterhin in beschleunigendem Tempo ausgelöscht. Letztes Jahr werden erschreckende Erkenntnisse zu Zwangsarbeiterprogrammen in Tibet veröffentlicht, welche unter dem Deckmantel der „Armutsbekämpfung“ legitimiert werden. Was die chinesische Regierung jedoch als Armutsbekämpfung in Tibet bezeichnet, ist in Wahrheit der schwerwiegendste Eingriff in die tibetische Lebensweise und Kultur seit Maos Zeiten. Die Aktion „Flagge zeigen für Tibet“ findet jedes Jahr unter der Federführung des Tibet Initiative Deutschland e.V. statt.