Spätlese: Ohne Waffen

GUDRUN GROSSMANN 02.03.2015

Die Jäger gehen auf die Barrikaden und demonstrieren gegen die verschärften Regeln des Jagd- und Wildtiermanagements. Die "Verbotspolitik" sei weit überzogen, die "roten Linien" längst überschritten. Beim Auftritt am 4. März in Stuttgart und am 18. März in Düsseldorf darf es aber auch nicht drunter und drüber gehen, eine gewisse Ordnung ist angesagt. So heißt es in einem internen Papier, dass auf gar keinen Fall Waffen mitgenommen werden dürfen, "auch das Taschenmesser muss zu Hause oder im Bus bleiben", vor und während der Kundgebung sollte kein Alkohol getrunken werden. Es folgt der Zusatz: "Danach ist noch genug Zeit." Diskussionen mit Jagdgegnern sollten unterbleiben, deren Provokationen ignoriert werden. Der Waidmann soll es unterlassen, Grünflächen zu betreten. "Das sieht die Polizei sehr kritisch." (Anmerkung: Nicht nur das.) Auf gar keinen Fall sollten sich die Demonstranten auf Handgemenge einlassen. Auch wenn's eng wird, ist Zurückhaltung geboten. Schließlich muss den Ordnern Folge geleistet werden, die selbst "nicht aktiv" teilnehmen dürfen. 120 Protestschilder sind vorbereitet. Eine Gegendemonstration auch. Waidmannsheil.