SPÄTLESE: 4 Stunden 44

MICHAEL KOCH 25.09.2012

Uns gehts gut. Der Syrien-Konflikt - wird sich irgendwann von alleine regeln. Spannungen zwischen China und Japan - lächerlich, die streiten doch nur um ein paar Brocken im Meer. Und Schulden, seien es die der Griechen, Italiener, Portugiesen oder Zyprioten, übernehmen wir doch gerne. Trotzdem gibt es Probleme, die lassen sich nicht so einfach lösen. Die K-Frage der SPD oder der Weltrekord im Unter-Wasser-Moderieren, der gestern in Ulm hätte gebrochen werden sollen.

Vier Stunden und 44 Minuten hätte der Moderator eines Privatradio-Senders in seinem Aquarium inmitten des Hauptbahnhofes ausharren und die Morgen-Sendung moderieren müssen, doch machte ihm seine Konfirmandenblase einen Strich durch die Rechnung. Nach vier Stunden verließ er das Becken, weil er aufs Klo musste. Warum er es, wie unter Mallorca-Urlaubern üblich, nicht einfach laufen ließ, ist nicht bekannt. Vermutlich lag es an den 1000 Neugierigen, die sich, weil man an einem Montagmorgen sonst nichts zu tun hat, um das Becken versammelt hatten. Hätten sie stattdessen einen Beitrag zum Bruttosozialprodukt geleistet, wäre der nächste Pleitestaat schon gerettet.