Metzingen Sorgen auf der Erms wegschwimmen lassen

Die Kinder hatten beim spielerischen Umgang mit der Bibel mächtig viel Spaß. Foto: Mara Sander
Die Kinder hatten beim spielerischen Umgang mit der Bibel mächtig viel Spaß. Foto: Mara Sander
MARA SANDER 08.09.2012
Die Kinder vom Musik-Bibel-Camp beim Ferienprogramm können unbesorgt das neue Schuljahr beginnen, denn sie haben einen Sorgentopf und andere Hilfen bei Kummer kennengelernt.

Psalmblumen, Herz-Muffins und ein Sorgentopf sind nur einige Elemente aus dem Musik-Bibel-Camp im Rahmen des Metzinger Ferienprogramms, die jeder heute näher kennenlernen kann um 18 Uhr in der katholischen St. Bonifatiuskirche.

Dann zeigen nämlich die Kinder, was sie unter Leitung von Anne de Sousa alles in einer Ferienwoche erlebt haben.

Lieder und Texte aus der Bibel sind Grundlage des einwöchigen Programms. Bibelstellen werden so kindgerecht erklärt mit Praxisbezug auf das tägliche Leben. Die Kinder haben erfahren, dass Jesus sie liebt, egal, wie gut oder schlecht sie in der Schule sind, was sie verbockt haben oder wie brav sie sind. Sie haben die Angst der Jünger auf dem See Genezareth nachvollziehen können, denn auch sie kennen Angst vor Mathearbeiten, im Dunkeln oder vor dem Alleinsein.

Darum haben sie ihre Sorgen auf Papierboote geschrieben, die sie auf der Erms davon schwimmen ließen und mit ihnen die Sorgen. Oder sie haben einen Sorgentopf angefertigt, in den sie alles hinein tun können, was sie bedrückt. Es waren immer biblische Geschichten, die sie kreativ umsetzen konnten, vom Malen der Psalmblumen bis zum "Hausbau" aus Bierdeckeln oder Pappbechern auf verschiedenem Untergrund in Form eines Barfußpfads in Anlehnung an Petrus, den Fels, auf dem Jesus seine Kirche gebaut hat. Konfession spielte keine Rolle dabei, wohl aber Musik. Erwachsene und Jugendliche haben die Kinder angeleitet, wie zum Beispiel Schüler Philipp (18), der in der Stadtkapelle spielt und Spaß daran hatte seine musikalischen Fähigkeiten für die Kinder einzusetzen. Er begleitete die verschiedenen Workshops an Klavier und mit Gitarre.

"Nächstes Jahr bitte zwei Wochen", baten Teilnehmer und Junghelfer, aber es wird nach der erfolgreichen Premiere bei einer Woche bleiben, ist sich de Sousa sicher.