Pliezhausen Simon Wild kämpft um den Titel

Simon Wild, hier bei einem Auftritt, will Sommerhitkönig 2018 werden.
Simon Wild, hier bei einem Auftritt, will Sommerhitkönig 2018 werden. © Foto: Privat
Pliezhausen / Anne Laaß/swp 04.09.2018
Mit Leidenschaft zum Sommerhitkönig: Für Simon Wild könnte das am Sonntag real werden. Der 21-Jährige tritt gegen den Tiroler Alex Reichinger an.

In seiner Lederhose, seinem weißen Trachtenhemd und der Steirischen Harmonika hat der 21-jährige Musiker das Publikum begeistert. Seit seinem ersten Fernsehauftritt im Mai dieses Jahres hat er sich gegen seine Konkurrenten im Rennen um den Sommerhitkönig 2018 durchgesetzt. Nun steht er im Finale, und zwar schon an diesem Sonntag. Dabei hatte Simon Wild anfangs keine so große Hoffnungen: „Ich habe nicht damit gerechnet, so weit zu kommen“, erklärte der Jungmusiker im Gespräch mit unserer Zeitung.

Allerdings hat er sich mit der Teilnahme an der Sommerhitparade einen kleinen Traum erfüllt: „Ich wollte mal einen Fernsehauftritt machen“, verrät Wild. Souverän meisterte er Auftritt für Auftritt und konnte die Zuschauer, die für den 21-Jährigen anriefen, von sich überzeugen. Wild ist dennoch selbstkritisch, und will beim Finale selbstverständlich nochmal eine Schippe drauf legen. So sehe er sich nach den Auftritten die Videoaufzeichnungen an, bewerte sie und versuche das, was verbesserungswürdig ist, auch umzusetzen. „Vor allem ist es aber wichtig, dass man Spaß daran hat, Musik zu machen“, stellt Wild klar.

Seine musikalischen Anfänge hat er im Kindesalter gemacht. „Die Leidenschaft war einfach da, es liegt mir irgendwie im Blut“, so der Pliezhäuser. Seine Oma Meta stellte die Weichen für die musikalische Zukunft ihres Enkels. Sie lehrte ihn das Akkordeonspiel. Im Alter von zwölf Jahren nahm er Unterricht und übte ehrgeizig auf der Steirischen Harmonika. Seit 2014 spielte er nicht allein auf der Harmonika, sondern übt sich zudem als Sänger. Im Herbst 2017 produzierte Wild im Tonstudio von Christian Torchiani, einem ehemaligen Musiker der „Klostertaler“, seine beiden ersten eigenen Titel „Tanz mit mir“ und „Immer wieder im Sommer“. Mit diesem zweiten Titel bewarb er sich für die Sommerhitparade bei der Sendung „Immer wieder sonntags“.

Bereits die Namen seiner Lieder verraten es: Zu Simon Wilds liebsten Genres gehören Schlager und Volksmusik, ebenso wie die aktuellen Charts. Bei seinen eigenen Titeln sei er aber auch experimentierfreudig und „offen für etwas Modernes“, sagte der 21-Jährige. Eines ist dabei aber immer klar: „Die Steirische Harmonika ist immer mit im Gepäck“. Trotz verschiedener Auftritte, die er bereits absolviert hatte, war es eine besondere Erfahrung, vor 2500 Gästen zu spielen. „Aber es hat alles soweit geklappt“, erzählt Wild. Unterstützung hat er dabei auch von seiner Familie erhalten. „Sie stehen voll hinter mir, und nur so geht es auch“, macht der Musiker deutlich. Kein Wunder also, dass die Familie am Sonntag im Publikum sitzen wird, um ihrem persönlichen Sommerhitkönig die Daumen zu drücken.

Die Aufregung auf der Bühne, neben Moderator und Schlagerikone Stefan Mross zu stehen, war groß, jedoch wirkte der Pliezhäuser entspannt und hat dabei immer ein Lachen im Gesicht. Auf die Frage, ob Wild kein Lampenfieber habe, gibt er die schlichte Antwort: „Doch, aufgeregt bin ich innerlich schon, es pocht ganz schön.“ Jedoch sei die Aufregung für den Pliezhäuser etwas Positives. Während er sich gegen bislang acht Konkurrenten durchsetzte, lernte er auch so manchen erfolgreichen Musiker in Rust kennen. Es sei ihm eine große Ehre gewesen, mit Beatrice Egli, Santiano, voXXclub, Höhner, Nik P., den Schürzenjägern und natürlich mit Stefan Mross auf der Bühne zu stehen. „Das war ein ganz besonderes schönes Gefühl“, betont Wild. Aber auch gemeinsam mit diesen Stars an einem Tisch zu sitzen, war ein Erlebnis, das der 21-Jährige wohl nicht vergessen wird. Selbst Stefan Mross nennt ihn auch „absoluter Matador“.

Das Ziel ist damit klar: „Ich möchte es schaffen und Sommerhitkönig werden“. Das Finale der Sommerhitparade, in dem Wild gegen den Tiroler Alex Reichinger antreten wird, findet im Europapark Rust statt. Am Sonntag, 9. September, ab 10 Uhr wird es im ARD ausgestrahlt. Jeder Zuschauer kann dann seine Stimme per Telefonanruf, die Nummer wird in der Sendung bekannt gegeben, für Simon Wild abgeben. Der Anruf wird über einen elektronischen Zählmechanismus erfasst. Das Ergebnis wird am Ende der Sendung, etwa gegen 12 Uhr, bekannt gegeben. Selbstverständlich hofft der Jungmusiker auf viele Anrufer, wenn möglich mehr als sein Kontrahent. Denn „dann könnte ich den Titel ,Sommerhitkönig 2018’ erzielen und es würde für mich ein Traum in Erfüllung gehen“. Schließlich will Simon Wild seine Leidenschaft zum Beruf machen, und durch die Musik sein Geld verdienen. Eine eigene CD mit seinen Liedern produzieren, ist das nächste Ziel des Vollblutmusikers aus Gniebel.

Immer wieder sonntags

Die schlagerträchtige Unterhaltungsshow wird seit mehreren Jahren von Stefan Mross moderiert. Sie findet in der Arena im Europapark Rust statt. 2018 sind insgesamt 16 Sendungen vorgesehen. Der Sommerhitkönig wird aber bereits an diesem Sonntag, 9. September, gekürt. Sendeschluss für diese Saison ist am 30. September.

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